Das 1. Mal ... im Titus Canyon im Death Valley Nationalpark

Kennst du den heißesten Ort der USA? Das Death Valley ist sogar der heißeste Ort der Erde. 2013 wurden mit fast 57 Grad die höchste jemals offiziell registrierte Außentemperatur gemessen.

 

Kind im Gepäck haben trotzdem die Fahrt auf der fast 30 Meilen lange Backcountryroad durch den Titus Canyon in dem Nationalpark gewagt und hatten dabei eine Menge Spaß. Lies hier, was sie an dem Tag erlebt haben.



Stellt euch bitte kurz vor. Worüber schreibt ihr?

Wo kann man von euch lesen?

Hallo, ich bin Mel. Seit fast 16 Jahren mit meinem Mann Rolf liiert, acht Jahre davon verheiratet. Vor einigen Jahren haben wir das Reisen und vor allem Roadtrips durch die USA lieben gelernt. Auch unser Baby änderte daran mit seiner Geburt 2015 nichts.

 

Das Erlebte – Freud und Leid – teilen wir seit Juli 2016 gerne mit anderen auf unserer Seite Kind im Gepäck. Dort informieren wir über´s Reisen mit Kleinkind, geben Ratschläge und Tipps und lassen andere Eltern von unseren Erfahrungen profitieren (hoffentlich).

Welches 1. Mal … stellt ihr uns vor?


Wir sind Anfang September 2016 die 27 Meilen lange Titus Canyon Road im Death Valley National Park gefahren. Ob es dazu kommt war bis zum Morgen als es soweit war nicht klar. Erstens wollten wir uns wegen unserem Kleinen nicht festlegen (bei Kindern weiß man ja nie, wie´s läuft) und zweitens ist man bei einer Dirtroad sowieso wetterabhängig. Dass die Wahrscheinlichkeit sehr hoch war, Anfang September auf eine gut befahrbare Straße zu treffen war klar, aber nicht planbar.

 

Mehr Infos findest du hier auf der offiziellen Seite des Death Valley National Parks.



Habt ihr euch darauf vorbereitet?

Natürlich. Eine Back Country Road bzw. Dirtroad sollte man sowieso NIE ohne Vorbereitung fahren. Ich habe viel im Internet dazu rausgesucht und zahlreiche Reiseberichte über die Straße gelesen, um vorher einschätzen zu können, ob das mit Kleinkind überhaupt machbar ist.

 

Dabei kamen dann natürlich immer wieder Zweifel auf, ob wir das machen sollen. Die Zeitangaben reichten schließlich von rund 1,5 bis über 4 Stunden. Berichte, dass das wer mit Kleinkind gemacht hat, hatte ich dabei auch nicht gefunden.



Du bist vor Ort: wie ist es wirklich – Vorstellung vs. Realität?

Wir hatten ja schon etliche Bilder gesehen und wussten in etwa was kommt.

Natürlich war die Realität dann noch viel schöner als die Bilder. Und letztendlich war die Straße fast viel zu schnell zu Ende.


Wieviel Zeit sollte man einplanen?

Wir haben etwas mehr als 1,5 Stunden für die Straße gebraucht bzw. bis zu den letzten Kilometern die beidseitig befahren werden dürfen. Auf dem ersten Stück – dem (langweiligen) Gravel Road Teil – hat mein Mann aber auch sehr gut Gas gegeben.

Außerdem haben wir keinen längeren Stopp beispielsweise beim Ghost Town Leadfield eingebaut. Ich denke mit rund 2,5 gemütlichen Stunden fährt man gut durch.



Würdet ihr nochmal wiederkommen?

 Klar! Allerdings würden wir erst einmal gerne „The Racetrack“ machen.   



Was sollte man bei dem Erstbesuch unbedingt machen / sehen / essen / probieren?

Wie immer: erstmal informieren, ob und unter welchen Bedingungen die Straße befahrbar ist.

 

Auf der Fahrt regelmäßig anhalten und auch zurück, in die andere Richtung, blicken. Da sieht die Landschaft oftmals total anders aus. Obwohl man eben erst durchgefahren ist, eröffnet sich einem da ein ganz neues Bild.



Was hättest du dir sparen können?

Nichts.

Eventuell die Gedanken und Zweifel davor, ob es mit Kleinkind machbar ist.



Was würdest du bei einem zweiten Besuch anders machen?

Wenn unser Zwerg größer ist würde ich mit ihm das Ghost Town erkunden und Cowboy spielen ;-)



Hast du bei deinem 1. Mal dort etwas Besonders / Lustiges / Abenteuerliches / Unvergessliches erlebt?

In dem Fall muss ich sagen – zum Glück nicht. Eine Autopanne wäre wohl das Schlimmste gewesen…

 

Oder halt doch! Als ich am Ende der Road auf die Pit Toilet bin hab ich mich mega erschreckt. Gerade als ich mich hinsetzte, flitze eine Echse zur Tür herein! Ich habe überhaupt keine Angst vor den Tieren, aber weil es so unerwartet war hab ich mich sowas von erschreckt. Das Lustige: sie hat sich dann vor mich hingehockt und angestarrt. Bin dann extra zum Auto geflitzt und hab meine Kamera geholt.


Das müssen wir dazu noch loswerden…

Denkt an ausreichend Wasser! Wir hatten neben unseren normalen Getränken noch einen 5 Liter-Kanister mit Wasser dabei. Gehört bei uns zur Standardausrüstung in den USA.

 

  • Es ist eine Backcountry Road bei der ihr bei einer Panne nicht mal eben zur nächsten Tankstelle laufen oder Hilfe rufen könnte.

 

  • Die Backcountry Road ist im Death Valley. Es ist also eine heiße Angelegenheit.

 


Ansonsten: fahren und genießen!

Und wenn du so sehr genießt, dass eventuell ein anderer Fahrer schneller ist – schau ob du ihn nicht irgendwie vorbeilassen kannst.

 

Spezielle Tipps zur Fahrt mit Kleinkind:

Bietet den Kleinen immer wieder Trinken an.

Unser Sohn fand den wackeligen Abschnitt sehr einschläfernd. Sonst hat er die Aussicht genossen.

Beitrag teilen



Und dein 1. Mal?

Wir möchten die Beitragsreihe laufend erweitern und suchen daher Erfahrungsberichte von Erstbesuchen  aus ganz Amerika. Möchtest du auch von deinem "1. Mal in ..." berichten?

Melde dich bei uns.



Kommentar schreiben

Kommentare: 0