Das 1. Mal ... in Alaska

 

Alaska ist der größte Bundesstaat der USA. Genussbummler ist in zwei Wochen durch den wilden und riesigen Staat gereist. Neben ganz viel Natur und Highways hat sie natürlich auch viele wilde Tiere gesehen.

 

Per Wasserflugzeug ging es zu den Brook Falls, um Bären zu beobachten. Willst du wissen, wie Alaska von oben aussieht?



Stellt dich bitte kurz vor. Worüber schreibst du?

Wo kann man von dir lesen?

Ich bin Ina, 40 Jahre alt und schreibe auf meinem Blog Genussbummler über meine Roadtrips und Städtereisen. Meine Reisen sind alle individuell geplant, daher gebe ich auf meinem Blog auch Planungstipps und beschreibe meine Reiserouten. Da mir Genuss sehr wichtig ist, findest du auch immer wieder Empfehlungen von Restaurants oder Hotels, die mich auf meinen Reisen begeistert haben.


Welches 1. Mal … stellst du uns vor?

Ich möchte dir heute über mein 1. Mal in Alaska berichten.

Der nördlichste Bundesstaat der USA ist anders als die anderen Bundesstaaten. So bezeichnen die Alaskaner den Rest der USA als "Lower 49".

 

Alaska ist der größte Bundesstaat der USA, ist viermal so groß wie Deutschland, hat aber weniger Einwohner als Köln, nämlich ca. 700.000.



Hast du dich darauf vorbereitet?

Da Alaska so anders ist, zum großen Teil aus Wildnis besteht, habe ich mich auf diese Reise sehr intensiv vorbereitet. Normalerweise plane ich Roadtrips in den USA nur ganz grob und lasse mich dann treiben.


Das wollte ich hier nicht machen. Die erste Frage, die sich mir stellte war, ob ich in Alaska zwingend mit dem Camper unterwegs sein muß. In Foren wurde mir nur diese Reiseform empfohlen. Nach einiger Recherche im Internet und in Reiseführern war mir aber klar, daß auch eine Mietwagenrundreise mit Hotels durchaus machbar ist. Da es an einigen Orten nicht so viele Hotels, Lodges o.ä. gibt und die Saison in Alaska sehr kurz ist, habe ich alle Unterkünfte vorher gebucht. Das hat sich im Nachhinein an vielen Orten als sinnvoll erwiesen.

Eine weitere Frage war die Wahl des Autovermieters. Da in Alaska nur die Hauptstrecken außerhalb der Ortschaften geteert sind, ist ein Allradfahrzeug sinnvoll. Ich mußte feststellen, daß die Vermieter zwar Allradfahrzeuge vermieten, aber in den Mietbedingungen das Befahren von unbefestigten Straßen ausgeschlossen wird - und ich rede jetzt nicht von richtigen Off-Road-Fahrten. Es gibt nur einen Vermieter in Alaska, der auch das Befahren der unbefestigten Straßen erlaubt. Leider ist hier die Automiete deutlich teurer, aber das war es wert.


Du bist vor Ort: wie ist es wirklich – Vorstellung vs. Realität?

Im großen und ganzen war die Realität so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Unendliche Wälder, einsame Straßen und viel Natur. Es waren eher Kleinigkeiten, bei denen sich Vorstellung und Realität unterschieden.

 

Zum Beispiel spielt das Wetter eine große Rolle, denn es kann sehr wechselhaft sein:

Vom Denali Highway, der 218 km die Alaska Range durchquert und durch weitgehend unberührte Tundra führt war ich z.B. enttäuscht. Das lag aber daran, daß es hier den ganzen Tag nebelig war und die weite Landschaft nur gelegentlich zu sehen war.

In Seward hatte ich eine Whale Watching Tour gebucht. Hier war das Wetter traumhaft und die Tour hat alleine deswegen schon alle Erwartungen übertroffen.

Oder der Straßenzustand:

Der MacCarthy-Highway hat mich dagegen positiv überrascht. In Foren wurde er als Schotterstraße in schlechtem Zustand beschrieben, die vor allem bei Regenwetter schwer zu befahren ist. Wie sollte es anders sein, hat es bei der Fahrt über diese Straße fast nur geregnet. Und die Schotterpiste war in gutem Zustand.

Der Highway von Anchorage zum Denali Nationalpark ist eigentlich gut befahrbar. Als ich dort lang fuhr, wurde die Straße allerdings in weiten Teilen repariert und es wurde eine der zähesten Fahrten der ganzen Tour.


Und die Natur:

Natürlich ist die Wildnis kein Zoo, das ist mir klar. Aber trotzdem hat man ja so seine Vorstellungen. Vor allem vom berühmten Wasserfall der Brooks Falls hatte ich eine bestimmte Vorstellung: Viele Bären, die dort stehen und Lachse fangen. Wie es halt auf den meisten Bildern von dort zu sehen ist. Auch wenn ich wußte, daß die Lachssaison erst am Anfang war, hoffte ich doch auf dieses Erlebnis. Als ich dann dort war, saß an dem Wasserfall kein Bär - und die Lachse waren auch nicht da. Es war zwar nicht das erhoffte Erlebnis an den Fällen, aber an einem vorgelagerten See habe ich dann doch genug Bären gesehen und bin von der Tour restlos begeistert wiedergekommen.


Wieviel Zeit sollte man einplanen?

Ich war nur zwei Wochen in Alaska und habe mich auf einen kleinen Teil beschränkt. Die Yukongegend oder den Panhandle bei Juneau habe ich z.B. ausgelassen. Meine genaue Route kannst du hier sehen.

Alles in Alaska in einer Reise zu sehen ist nicht möglich, dafür ist das Land viel zu groß. Um das wichtigste zu sehen, sollte man schon 3-4 Wochen einplanen.


Würdest du nochmal wiederkommen?

Auf jeden Fall!! Wie schon gesagt, habe ich nur einen kleinen Teil gesehen. Es gibt noch einiges, was ich mir gerne ansehen würde, aber ich würde auch einiges nochmal machen.

 



Was sollte man bei dem Erstbesuch unbedingt machen / sehen / essen / probieren?

In Alaska sollte man unbedingt Lachs probieren, da dieser hier unglaublich aromatisch ist. Ich habe bisher noch keinen vergleichbaren gegessen.

 

Eine Tour zur Bärenbeobachtung nach Brooks Falls oder Kodiak Island, sowie eine Whale Watching Tour darf auch nicht fehlen. Dort gibt es auch ein paar Robben zu entdecken.



Was hättest du dir sparen können?

Es gibt nur eins: den ganzen Tag in Anchorage. Die Stadt bietet nichts, was sich anzusehen lohnt. Diesen Tag hätte ich besser anders genutzt.



Was würdest du bei einem zweiten Besuch

anders machen?

Beim nächsten Besuch würde ich volle drei Wochen in Alaska verbringen und nicht noch eine Woche nach Kalifornien fliegen.



Hast du bei deinem 1. Mal dort etwas Besonders / Lustiges / Abenteuerliches / Unvergessliches erlebt?

Das unvergesslichste dieser Reise war die Tour zu den Brooks Falls. Es ging ganz früh morgens mit einem kleinen Flugzeug (7 Passagiere) los. Nach der Landung Mitten im nirgendwo sind wir in ein Wasserflugzeug umgestiegen und nach Brooks Falls geflogen. Alleine die beiden Flüge waren schon unvergesslich. Die unberührte Natur von oben zu sehen war unglaublich. Dann versteht man erst, wie wild Alaska eigentlich ist.


Endlich angekommen bekamen wir erst eine Einweisung, wie wir uns bei einer Begegnung mit Bären verhalten sollen. Danach sind wir sofort Richtung Fluß zur Beobachtungsplattform gegangen. Von hier aus konnten wir geschützt die Bären beobachten. Es waren einige dort, sogar mit Jungen. Sie wateten durch das Wasser und fingen hin und wieder Lachse.

Dieser Ausflug war unvergesslich und ich kann es nur jedem empfehlen, auch wenn er ziemlich teuer ist. Einen ausführlichen Bericht und weitere Informationen zu der Tour findest du hier auf meinem Blog.


Das muss ich dazu noch loswerden…

Wie oben schon geschrieben mußt du auf einem Roadtrip durch Alaska nicht unbedingt campen. Du bekommst auch so einen guten Eindruck von dem wilden Land. Willst du aber das echte Naturerlebnis haben, die Wildnis erleben, solltest du unbedingt campen. Dies ist mit den geländegängigen Truckcampern ohne Probleme möglich.

 

Liebst du lange Wanderungen, so ist dies auch machbar. Der große Unterschied zu dem Rest der USA ist, daß es in Alaska sehr wenige markierte Wanderwege gibt. Wandern heißt hier ohne Wegmarkierungen u.ä. durch die Wildnis gehen, mit einer großen Wahrscheinlichkeit, Bären, Elchen und anderen wilden Tieren zu begegnen. Informationen zu Wanderungen und Hinweise zum Verhalten bei Tierbegegnungen bekommst du in den Visitor Centern der Nationalparks.

Beitrag teilen



Und dein 1. Mal?

Wir möchten die Beitragsreihe laufend erweitern und suchen daher Erfahrungsberichte von Erstbesuchen  aus ganz Amerika. Möchtest du auch von deinem "1. Mal in ..." berichten?

Melde dich bei uns.



Kommentar schreiben

Kommentare: 0