100 Tage hikelust.de | Vom Druck, ständig etwas zu bloggen zu müssen

Die letzten zwei Wochen war es eher ruhiger bei hikelust - und auch auf unserem Blog haben wir wenige Beiträge hochgeladen. Wieso eigentlich?

 

Und wie fühlt sich das eigentlich an, wenn um dich herum alle anderen posten, boggen, liken, taggen, berichten, fotografieren, pinnen, instagramen und teilen wie blöde, aber du selbst einfach damit beschäftigt bist, deinen Alltag irgendwie auf die Reihe zu kriegen?!

 

Ein Bericht vom Druck, ständig etwas zu bloggen.


Was wir im Kopf haben

Seit 100 Tagen sind wir offiziell online.

Dieses Blogding - unser Blog - unser Herzstück - das ist ja alles noch totales Neuland.

Und müssten wir da nicht übersprudeln mit Ideen, neuen Inspiration und

gefühlt hunderten an Foto- und Videomaterial, was wir noch veröffentlichen müssten? Ja!

 

Und müssten wir da nicht nach jahrelangem Reisen durch die USA

noch super-viele Beiträge zu Hikes durch den Südwesten in petto haben? Jaaa!

 

Und müssten wir nicht auch endlich mal ein richtig langes Video

unseres letzten Roadtrips machen? Jahaaa.

 

Die Liste der "wir müssten mal"- Sachen ist lang.

Unsere Ideen groß und unsere Leidenschaft dafür riesig.

Woran liegt´s also?

Was uns sonst noch so beschäftigt

Wir müssten vieles - und wir wollen auch vieles - aber es geht nicht alles auf einmal. Wir sind beide voll berufstätig und haben nicht nur durch die Pendelei gefühlt weit mehr als einen 9-to-5-Job. So gut es geht füttern wir unsere Webseite mit neuen Infos, schreiben Gastbeiträge und geben hier und da kleinere Interviews. Wir versuchen täglich auf den Social Medias aktiv zu sein und wir versuchen, täglich mit dir in Kontakt zu kommen. Wir lieben es und haben noch keinen Tag bereut, diesen Schritt gemacht zu haben.

 

Aber mehr geht gerade nicht. Was wir haben und können, stecken wir in hikelust - unser Blogbaby. Aber an manchen Abenden fallen wir einfach nur geschafft vom Arbeitstag auf die Couch und dann geht am nächsten Tag der Arbeitstag morgens  früh gleich weiter. Dann saß man schon 10 Stunden vor dem dem Computer und will irgendwann auch nochmal einen Abend in der Realität verbringen, mit echten Gesprächen und lautem Lachen und einer Flasche Wein und viel guter Laune. Und dann muss der Blog auch mal eine Pause vertragen.

Aber es ist doch Sonntag!

Vor kurzem war die ITB. Viele bekannte Blogger haben sich dort getroffen und von dort berichtet. Neidisch haben wir diese kleine Reise auf den Social Medias verfolgt. Wir sind noch nicht soweit. Nächstes Jahr vielleicht.

Und je mehr andere Blogger um uns herum posten und bloggen, desto mehr gerate ich unter Zugzwang. Komm, dir wird doch wohl noch eine spannende Geschichte von den Reisen einfallen. Und habe ich dazu nicht auch noch auf einer alten Festplatte die Bilder dazu?

Es ist so als hättest du den Finger immer kurz vor dem Auslöser der Kamera. Du bist sofort bereit, ein Bild zu knipsen und irgendwie immer in "Alarmbereitschaft", etwas für den Blog aufzunehmen.


Sonntags ist meistens jeder zu Hause und surft über den Tag hinweg irgendwann mal im Netz umher. Sonntag ist also der Tag, an dem du die meiste Reichweite erzielen kannst. Und dann denke ich schon Tage vorher an den Sonntag und daran, dass wir haben keinen Beitrag vorbereitet? Aber es ist doch Sonntag.

Die Lösung

Was ist dafür die Lösung?

Wie kann ich mir den Druck, ständig etwas posten zu müssen nehmen?

 

Ich kann die Situation verlassen und dann eventuell glücklicher werden, bedeutet im Umkehrschluß hikelust aufgeben.

 

oder ...

 

Ich kann die Situation so akzeptieren wie sie ist. Wir schaffen das, was gerade geht und das ist ok.

 

oder...

 

Ich kann die Situation ändern, wenn ich möchte und damit erreichen, dass ich damit zufriedener bin.

 


Wenn ich das so nüchtern, geradezu analytisch betrachte, dann fällt mir die Entscheidung nicht schwer. Ich akzeptiere die Situation so wie sie ist. Wir bloggen, posten, pinnen, liken, followen und schreiben, so viel wie geht und so viel wir mögen. Und das ist ok so. Wenn mehr Zeit bleibt, dann verbringen wir gerne viel Zeit mit hikelust. Und wenn keine Zeit bleibt, gibt es halt eine kleine Pause. Sorry, Leute! ;-)

Was wir nach 100 Tagen noch so festgestellt haben

Was gefällt uns eigentlich nach 100 Tagen bloggen am meisten?

 Das ist definitiv der Austausch mit dir, mit jedem einzelnen von euch. Egal, ob Erinnerungen austauschen, gemeinsam Fernweh haben oder sich gegenseitig Reisetipps geben. Routenberatung, bei der Wave-Lotterie mitfiebern, das alles macht unheimlich viel Spaß. Schreibt uns bitte unbedingt weiter und kommentiert, was das Zeug hält. Die Kommunikation mit euch - mit dir - ist einfach toll!

Danke, für deinen Support!

Wir haben uns sogar schon in der realen Welt mit Silke und Markus von Safetravels.de getroffen. Ohne unsere gemeinsame online-Reiseleidenschaft wären wir uns vielleicht nie über den Weg gelaufen. Das ist einfach nur mega!

Das Zwischenmenschliche ist uns ganz viel wert und deine Unterstützung spüren wir. Die nächsten 100 Tage können kommen!



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Kommentare: 6
  • #1

    Saskia (Freitag, 17 März 2017 17:00)

    100 Tage? Hab das Gefühl, euch schon viel länger zu begleiten, viel länger eure tollen Bilder von den Canyons zu liken.
    Sehr warte Worte von dir, Imke. Und ich kann es so gut nachvollziehen. Dieser ständige "Druck", etwas posten zu müssen. Und ich kann euch versichern, auch wenn nichts Neues von euch auf dem Blog kommt.. Ich schau trotzdem immer wieder gerne rein. Und wenn nicht lese ich eben Artikel zum zweiten oder dritten Mal... :-)
    Glückwunsch zu 100 Tagen online sein. Wahnsinn, wie die Zeit rennt.
    Ganz liebe Grüße an euch zwei,
    Saskia

  • #2

    Imke (Freitag, 17 März 2017 17:28)

    Danke, liebe Saskia für deinen wunderbaren Kommentar. Ich bin froh, dass es scheinbar anderen auch so geht wie mir/uns. Und ich bin sehr "beruhigt", dass wir weit mehr aktiv sind als es mir eigentlich vorkommt. �

  • #3

    Silke (Freitag, 17 März 2017 18:30)

    Also Ihr sprecht mir mit diesem Beitrag echt aus dem Herzen. Im letzten Jahr gab es bei uns sogar drei Monate, in denen wir keinen einzigen Beitrag geschrieben haben. So what? Wenn keine Kreativität da ist, dann wird nix geschrieben, so einfach ist das. Mit der ITB hat´s bei uns auch nicht geklappt. Vielleicht fahren wir dann nächstes Jahr zusammen hin. :-)

  • #4

    Imke (Freitag, 17 März 2017 20:10)

    Oh ja, den selbst gemachten Druck etwas posten zu müssen, den kenne ich auch sehr gut. Vor allem weil ja auch jede Webseite zum Thema "Wie du einen erfolgreichen Blog startest" quasi sagt, dass zu Beginn eigentlich mehrmals in der Woche was veröffentlicht werden sollte. Da frag ich mich immer, wie ich als Alleinbloggende Vollzeitarbeitende das schaffen soll, ohne nachts nicht mehr zu schlafen... Ich versuche einmal pro Woche was zu schreiben, aber oft schwänze ich auch ;)
    Liebe Grüße
    Imke

  • #5

    Sandra (Freitag, 17 März 2017 20:20)

    Hallo Imke. Genau das macht doch eigentlich einen Blog und eine Person aus - genau in dem Tempo über die Dinge zu schreiben, die einen bewegen. Ich finde nicht, dass Ihr Euch rechtfertigen müsst. Und bloggen um des bloggens Willen ist doch eigentlich fürcherlich.

    Mir geht es genau wie Euch. Ich bin ebenfalls voll berufstätig, selbständig. Wer oft zurückstecken muss, sind meine zwei Blogs aber dafür läuft die Energie ja in den Hauptjob, das darf man nicht außer Acht lassen. Na klar luge ich auch neugierig zu den anderen rüber, die viel mehr veröffentlichen, die ITB und andere Events besuchen. Immer wieder erinnere ich mich jedoch auch daran - dass ich vor wenigen Jahren noch so absolut ahnungslos von wordress, hosting etc. war und freue mich immer wieder über meine kleine Plattform, mit der ich viele Menschen erfreue.

    Liebe Grüße und weiterhin viel Spaß. Sandra

  • #6

    Jan (Freitag, 17 März 2017 20:23)

    @Imke (Crappy Radio Stations n Candy Bars) - Mensch, da hast Du mir ja einen richtigen Schrecken eingejagt. Ich hab mich gerade gewundert, wie so "Imke" sich beschwert, dass sie alleine bloggen muss ;) Ich kann gut verstehen, dass Du nicht jede Woche dazu kommst, hochwertigen Content zu produzieren. Du hast aber einen wirklich coolen Blog und einen echt abgefahrenen Namen dafür!