Sedona - Cathedral Rock

Aus etlichen Perpektiven in Sedona kannst du den Cathedral Rock bewundern. Hast du auch schon mal darüber nachgedacht, auf den Berg selbst zu hiken? Klingt irgendwie abgefahren, oder?

 

2017 haben wir die anspruchsvolle Wanderung gewagt. Es war ein Traum für uns, aber gleichzeitig auf eine Herausforderung.

Ob sich unsere Erwartungen erfüllt haben?


Die Anfahrt

Über die 89A fährst du auf die 179 auf. Nach etwa 3,5 Meilen biegst du auf die Back O´Beyon Road ab. Nach etwa 0,6 Meilen erreichst du den Parkplatz.

Hier benötigst du den Red Rock Pass, den du dir vor Ort an einem Automaten für  5$ kaufen kannst, dieser ist den ganzen Tag gültig.

 

Vom Parkplatz aus siehst du direkt den Zugang zum Trailhead, du kannst ihn also nicht verfehlen.

Wir waren nach Empfehlung einer Einheimischen sehr, sehr früh am Trailhead. Es war kurz nach Sonnenaufgang. Ab 8 Uhr ist der Parkplatz sehr voll. Das macht nicht nur die Atmosphäre am Cathedral Rock etwas dahin, sondern ist beim Wandern auch nervig, wenn du immer andere Leute vorbeilassen musst. Früh aufstehen ist also die Devise - natürlich auch wegen der Temperaturen.



Der Hike

Der Hike ist wirklich nicht sehr lang, aber du musst kontinuierlich in der Steigung laufen und 600 ft. Höhenunterschied überwinden. Nun ja, du läufst ja auch einen Berg hoch. Unser GPS-Gerät hat uns nach der Wanderung verraten, dass es durchschnittlich 20% waren. Das ist schon ganz beachtlich. Ein sehr gutes Bild von der Wanderung kannst du dir mit Hilfe von Google Maps auf dieser Seite machen.

Der Hike gliedert sich in vier Abschnitte, die sich sowohl in Anspruch als auch in Anstrengung stetig steigern.

  • Part 1: Vom Parkplatz aus gehst du über lockeren Boden und etwas Slickrock auf den Fuß des Berges zu. Stetig bergauf, aber noch mit einer kaum wahrnehmbaren Steigung.
  • Part 2: Du hast den Fuß des Berges erreicht. Ab jetzt musst du deutlich auf deine Schritte achten. Ab und zu musst du auch schon etwas krakzeln. Ab jetzt merkst du definitiv die Steigung des Berges.
  • Part 3: Dies ist der anspruchvollste Teil des Hikes. Der Grund hierfür ist eine "Schlüsselstelle". Diese ist nicht ganz so leicht zu bewältigen. Es gibt hier zwei Wege. Da musst du vorher mal genau schauen, wo du Hände und Füße in den Berg krallst und was sich für dich am besten anfühlt. Zur Not geht es aber auch gut auf allen Vieren und natürlich ganz in Ruhe!
  • Part 4: Endspurt. Das Schlimmste liegt hinter dir, jetzt geht es einfach nur noch steil bergauf bis die Waden brennen - und bis du oben bist.

Halte zwischendurch immer mal wieder inne und sieh dich um. Je höher du kommst, desto toller ist der Ausblick auf die umliegende Gegend. Bald hast du es geschafft.

Fast da, zwischen den Satteln des Cathedrals
Fast da, zwischen den Satteln des Cathedrals
Sedona Cathedral Rock
Die Aussicht ist fantastisch
Kurz vor dem Ziel
Kurz vor dem Ziel

 

 

 

 

 

Die letzten Meter haben es nochmal in sich. Luft holen, zusammenreißen und die letzte Kante hoch. Rucksack von den Schultern und hinsetzen. Vor dir das Schild "End of Trail". Es fühlt sich ein bisschen an wie ein Ritterschlag.

 

Yes, we did it!

Sedona Cathedral Rock
Geschafft!

Cathedral Rock Sedona Arizona
Glücksmomente auf Reisen

Nochmal wiederkommen?

Cathedral Rock Sedona

Auf jeden Fall!

 

Der Hike hat uns beiden schon recht viel abverlangt - das müssen wir ehrlicherweise sagen. Zwischendurch hätte ich gern ein ganzes Sauerstoffzelt gehabt, um mal wieder Luft zu holen. ABER ... dieser Blick! Und was für ein Gefühl, auf diesem Berg mal zu stehen.

 

Und wenn du wieder unten bist und den Red Rock loop fährst, dann schaust du hoch zu dem Berg und weißt, da oben war ich drauf. Das ist schon ein krasses Gefühl. Wir kommen definitiv wieder.

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