Auf der Suche nach dem perfekten Hiking-Rucksack

Seit fast 6 Jahren begleitete mich mein orangefarbener Rucksack durch zahlreiche Hikes im Südwesten. Sein Gewicht hat mich manchmal wahnsinnig gemacht, ihn habe ich quer durch Utah und Arizona getragen, an ihm hängen nicht nur Schweiß und Wüstensand, sondern auch eine ganze Menge Erinnerungen.

 

Und trotzdem - ein Neuer muss her! Ein ehrlicher Erfahrungsbericht aus dem Rucksacklabyrinth mit Happy End.


Der Prozess zum neuen Rucksack

Eigentlich brauche ich nicht viel auf einem Hike. Mir war es immer so vorgekommen, dass ich außer Wasser, meiner Kamera und ein paar Snacks nicht wirklich viel dabei habe. Und trotzdem ist mir mein aktueller Rucksack der Moab Jam 18 von Jack Wolfskin irgendwie zu klein geworden.

What´s in my hiking bag

Vermutlich hat es damit begonnen, dass ich ab Herbst 2017 mit einem zusätzlichen Objektiv unterwegs war und damit die volle Kapazität der Rucksacks erschöpft war. Jetzt musste alles genau an seinem richtigen Platz sein, sonst ging der Rucksack nicht mehr richtig gut zu. Und das nervte richtig, vor allem wenn es mal schnell gehen sollte.

Als ich mich Anfang des Jahres dann dazu entschlossen habe, die nächste Reise mit Hikingstöckern (Leki Cressida) anzutreten, stellte ich fest, dass der Moab Jam keine Möglichkeit hat, diese optimal zu verstauen. Damit war klar, ein neuer Rucksack muss her - und das vor dem nächsten Trip in den Südwesten.

 

Also überlegte ich mir erst einmal, was genau mit besonders gut bei dem aktuellen Rucksack gefallen hatte und was sich über die Jahre als nützlich erwiesen hat. Und worauf ich auf keinen Falls verzichten wollte. Daraus ergab sich eine ganze Liste:

  • Vorrichtung für Trinkblase
  • Hüftgurte mit mind. 1 Tasche
  • verstellbarer Brustgurt
  • Vorrichtung für Hikingstöcker
  • 1 großes Hauptfach für Kamera und Jacke
  • mind. 1-2 kleinere Fächer zum Verstauen von Snacks oder Hiking Essentials.
  • 20-30 L Stauraum


Meine Entscheidung

Als ich ihn aufsetzte, wusste ich es sofort. Es ist wahrscheinlich genau das gleiche Gefühl, wenn du die perfekte Jeans anziehst. Du weißt es einfach, alles fühlt sich richtig an. Das ist mein neuer Rucksack. Ich habe mich für den Osprey Stratos 24 entschieden.

Der Rucksack erfüllt tatsächlich alle meine Kriterien und hat sogar noch zusätzliche Pluspunkte, die mich überzeugt haben.

  • AirSpeed™ Netz-Rückensystem aus hoch atmungsaktivem gespanntem Mesh - vor allem gut bei der Hitze im Südwesten
  • die anpassbare Rückenlänge der Schultergurte gefällt mir besonders gut (die Reißverschlüsse sind mit Laschen ausgestattet, was das Öffnen erleichtert)
  • 1 großes Hauptfach mit 2-Wege-Reiß-verschluss und Innenfach
  • 3 Reißverschlussfächer auf der Vorderseite
  • 2 Netztaschen an der Seite
  • beide Hüftgurte haben je 1 kleines Fach
  • Volumen 24 Liter
  • KEIN Toploader
  • Vorrichtung für Trinksystem
Osprey Stratos 24
Osprey Stratos 24

Osprey Stratos 24
In dem Netzfach kann perfekt mind. 1 Objektiv verstaut werden
Osprey Stratos 24
Der Rucksack bietet viele individuelle Einstellmöglichkeiten

Platz für ein zusätzliches Objektiv

Im großen Hauptfach befindet sich im oberen Bereich ein zusätzlichen Innenfach. Hier findet mein Objektiv künftig seinen Platz und ist damit schnell griffbereit.

Platz für Hikingsticks

Die Hikingstöcker können gleich an zwei Stellen am Rucksack verzurrt werden. Einmal am seitlichen Bereich, beispielweise wenn man diese unterwegs mal schnell verstauen muss, sollte man beide Hände benötigen.

Und natürlich gibt es auch am Rücken, die Möglichkeit, die Stöcker zu befestigen.

Individuelle Einstellungen

Was mich vor allem überzeugt hat, sind die vielen Einstellungen, die du am Rucksack vornehmen kannst. So kann der Rucksack perfekt deinem Körper und deinen Bedürfnissen angepasst werden.



Zusätzliche Infos

Auf der Webseite von Osprey gibt es übrigens nicht nur zahlreiche Bilder des Rucksackes, sondern auch einige Produktvideos. Dies fand ich zur Entscheidung besonders hilfreich. Ich kann dir nur empfehlen, hier einen Blick auf die Homepage zu werfen.

Osprey Stratos 24
Jetzt kann der nächste Trip kommen

Service ist nicht gleich Service

Der Weg zum Rucksack war ehrlich gesagt nicht ganz leicht. Nachdem ich mutigerweise auf einem Samstag fast 3 Stunden lang bei Globetrotter in Hamburg einen Rucksack nach dem anderen probierte und irgendwann wieder verzweifelt von vorn anfing, war ich eher gefrustet als informiert. Das Modell, das ich mir online vorher ausgesucht hatte, war vor Ort leider nicht verfügbar. Ich fuhr also ohne Rucksack wieder nach Hause.

Ein paar Wochen später startete ich online mit Globetrotter einen zweiten Versuch. Ich bestellte mir 5 Rucksäcke. Mit der Lieferung nahm das Schicksal dann seinen Lauf. Die eine Bestellung wurde in drei Sendungen aufgeteilt, eine ist leider immer noch nicht angekommen. Nach der erfolglosen Anprobe entschied ich mich, die Rucksäcke zurückzusenden. Für die zwei Sendungen erhielt ich aber nur einen Retourenschein, also musste ich auch noch mit dem Kundendienst telefonieren. Ach Globetrotter, das kannst du doch besser.

 

Jan hat seinen Rucksack über Sportscheck gefunden, also versuchte ich auch dort mein Glück. Und schnell wurde ich fündig, denn das Sortiment war teilweise doch ein anderes. Nach bereits 4 Tagen erhielt ich drei Rucksäcke (in einem Paket).  Also Daumen hoch für den unkomplizierten Service!

P.S. Und dann habe ich den Rucksack doch nochmal umgetauscht und in einer anderen Farbe bestellt.


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