Die Qual der Wahl: der Rucksack

„Mach es kurz“, dachte ich mir, „das ist keine große Wissenschaft.“. Ich lag wohl falsch. Mein Problem: Mein Rucksack ist zu klein geworden und ein neuer muss her. Als hikender Fotograf oder fotografierender Hiker sind unsere Anforderungen an einen anständigen Rucksack mehr, als nur Tragekomfort und Optik. Aber was benötigen wir, und welche Rucksäcke kommen in Frage?

 

Wir lassen dich teilhaben an unserer (teilweise) frustrierenden Suche. Mit Chance auf ein Happy-End.


Die Ansprüche

Allgemeines

  • gute Passform
  • die Gurte müssen an der richtigen Stelle sitzen
  • er muss Halt bieten, aber nicht einschnüren
  • der Rücken muss gepolstert sein, ebenso die Träger und der Hüftgurt
  •  Ohne Hüft- und Brustgurt wird kein Rucksack mehr gekaut
  •  Fach für die Wasserblase und Durchlass am Rucksack, Befestigung für Wasserschlauch

Neben den links beschriebenen Faktoren darf ich bei einem Rucksack nicht das Gefühl haben, ich muss mich ihm anpassen. Er soll zu mir passen.

 

Ich fotografiere beim Wandern immer ohne Stativ. Im Rucksack reicht also der Platz für Kamera, Trinkblase, Hiking Utensilien, Snacks und eine leichte Jacke. Je mehr Platz ich habe, desto mehr schleppe ich mit. Ich benötige daher keinen Fotorucksack. Weniger ist für mich mehr.

Mit meinem derzeitigen Rucksack dem Moab Jam 18 von Jack Wolfskin bin ich sehr zufrieden. Allerdings ist er von den vielen Hikes schon etwas mitgenommen. Irgendwann wird es definitiv einen neuen geben müssen.


Zwischenzeitlich habe ich mich schon gefragt, ob wir die einzigen Hiker mit Fotoambitionen sind, die mehr als nur eine Point-and-Shoot- Kamera mitschleppen.

Denn Fotorucksäcke für ambitionierte Wanderer sind nicht wirklich zu bekommen.

Vielleicht verlange ich auch einfach zu viel?! Um die 30 Liter Stauraum, einen hiervon angetrennten Bereich für das Foto-Equipment, Vorbereitung für eine Trinkvorrichtung und ein gescheites Tragesystem. Dazu noch eine Menge Laschen und Ösen an der Außenseite, um Stativ, Slider etc. sicher zu befestigen

Durchaus frustriert habe ich festgestellt, dass der Markt an qualitativ hochwertigen Rucksäcken, die diese Merkmale erfüllen, ist wirklich sehr begrenzt ist. Ich bin zwar mit meinem LowePro wirklich zufrieden gewesen, nur ist er mittlerweile zu klein geworden. Das nächst größere Modell, dass es mitlerweile nur noch gebraucht gibt, wiegt stattliche 3 kg (für 35 Liter Volumen irgendwie frech).

 

Die Entscheidung lag für mich auf der Hand, wenn ich irgendwo Abstriche machen kann, denn bei der extra „Foto-Luke“. Tragesystem und Trinkblase sind obligatorisch.



Motivation weicht Verwirrung

Motiviert und entschlossen mit einem neuen Rucksack zurückzukommen, sind wir dann zu Hamburgs "Outdoor-Platzhirsch" - Globetrotter... und kamen erneut frustriert zurück. Trekkingrucksäcke, Alpinrucksäcke, Wanderrucksäcke, Skirucksäcke, Bikerucksäcke, Kletterrucksäcke, Daypacks, Urban-Outdoor-Rucksäcke haben einen zeitweiligen Schwindelanfall bei uns ausgelöst. Für jede Art von Aktivität scheint es einen Rucksacktyp zu geben, nur nicht für Fotografen, die gern wandern. Denn einen Rucksack mit 5 unterschiedlichen Fächern für Objektive brauche ich nicht, wenn ich keinen Platz habe, Trinkblase und Snacks zu verstauen. Denn von einem Objektiv werde ich auf einer Wanderung nicht satt.

Netzrücken oder Kontaktrücken, Riemen hier, Polsterung da, soooo viele Möglichkeiten. Die Motivation weicht der Verwirrung. Zum Schluss wusste ich weder, was ich brauchte noch was ich wollte.


Alles auf Anfang - der Reihe nach

Also einen Schritt zurück und erst einmal orientieren – Recherche war angesagt. Eher ein Zufall hatte mir vor ein paar Tagen einen "Werbe-Impuls" mit einem SportScheck Katalog gesetzt... warum eigentlich nicht?! 

 

Was mir der überemsige Verkäufer im Globetrotter in seiner Hektik nicht vermitteln konnte, hält das Internet zum Glück für mich bereit. Der Rucksackberater bei SportScheck hat mir tatsächlich geholfen. 

 

Mit etwas mehr Klarheit, aber ohne viel Lust am Samstagnachmittag nochmal in die Stadt zu fahren, hab ich mir mittlerweile 4 Rucksäcke nach Hause bestellt und werde sie Probe tragen. Ein kleiner Spoiler vorab - es sind alles Deuter-Modelle. Aber ich werde berichten.


Was habt ihr für Erfahrungen gemacht?

Was ist euch bei einem Rucksack wichtig?

Habt ihr persönliche Empfehlungen?

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