FAQs USA - Infos zum Reisen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten

Deine 1. USA-Reise steht kurz bevor. Und plötzlich fallen dir so viele Dinge ein, die du noch erledigen musst. Und auch noch so viele Dinge, über die du dir vor der Buchungs bisher noch gar keine Gedanken gemacht hast. Keine Panik!

 

Wir beantworten die häufigsten Fragen, die uns immer wieder gestellt werden. Damit kann für deine USA-Reise absolut nichts schief gehen.


Themen

  • Datensicherung
  • ESTA und Einreise
  • Führerschein
  • Handy
  • Kreditkarte
  • Navigation
  • National Park Pass
  • Notfall
  • Verständigung


Datensicherung

Um gleich alle Illusionen zu crashen – wir sichern unsere Fotos unterwegs nicht. Wir nehmen einfach die SD-Karten wieder mit nach Hause. Das Internet in den Unterkünften würde nicht ausreichen, die Daten in eine Cloud zu legen. Und ehrlich gesagt, möchten wir uns auch gar nicht großartig mit der Sicherung beschäftigen. Wir vertrauen darauf, alles wieder mit nach Haus zu bekommen.

Wir nehmen viele SD-Karten mit auf die Reise, um nicht alle Daten auf einer Karte zu haben. Falls diese dann abhanden kommt oder defekt ist, wäre es sehr ärgerlich, wenn alle Daten weg wären.



ESTA und Einreise

Über ESTA und die Einreise in die USA wird öffentlich ja in letzter Zeit recht viel und kontrovers diskutiert. Oftmals erscheinen uns diese Diskussionen sehr hypothetisch. Bei allen Reisen in die USA hatten wir noch NIE Probleme bei der Einreise (und das, obwohl Jan mehrfach auf Kuba war).

 

Besucher aus den meisten Staaten Westeuropas dürfen ohne Visum in die USA einreisen (Visa Waiver). Das bedeutet, dass sich z.B. Deutsche vorab nur elektronisch registrieren müssen, um eine Einreisegenehmigung zu bekommen. Dieser Prozess heißt denn ESTA (in etwa: elektronisches Einreise-Genehmigungssystem). Du musst online ein paar Fragen zu deiner Person und deinen Absichten in den USA beantworten und 14 Dollar Bearbeitungsgebühr zahlen. Automatisiert wird denn anhand der Antworten geprüft, ob du ein potentielles Sicherheitsrisiko sein könntest, und im Normalfall innerhalb weniger Stunden die Genehmigung erteilt. Sollte der Antrag nicht genehmigt werden, bliebe dir weiterhin der Weg vor Reisebeginn ein Touristenvisum bei der US-Botschaft zu beantragen. Die Internetseite hierzu ist auch auf deutsch verfügbar, wenn auch etwas krude übersetzt. Beim Bearbeiten des Antrages ist es wirklich ganz wichtig ehrlich zu sein. Ein bei der tatsächlichen Einreise aufgedeckte Flunkerei würde die Abweisung an der Grenze nach sich ziehen.    

Der ESTA-Antrag sollte mindestens 72 Stunden vor der gewünschten Einreise gestellt sein und gilt ab Genehmigung 2 Jahre (es sei denn, dein Pass läuft vorher ab). Innerhalb dieser 2 Jahre darfst du denn wiederholt für jeweils maximal 90 Tage am Stück als Tourist in die USA einreisen (zum Nachlesen). 

 

Hier gehts zum deutschen Antrag.

Führerschein

Wir haben beide noch nie einen internationalen Führerschein besessen und sind dennoch, wo auch immer wir gerade auf der Welt waren, Auto gefahren. Das heißt jetzt natürlich nicht, dass das der beste Weg ist, aber für uns hat es bisher gut funktioniert. 

 

Der Internationale Führerschein ist eigentlich nicht mehr als eine amtliche Übersetzung des Führerscheindokuments ins "internationale" (Englisch und Icons). Er ist nur in Kombination mit dem eigentlichen nationalen Führerschein gültig und gibt Auskunft über die Fahrerlaubnis (welche Klassen, etc.).

Bis zu einem Jahr werden europäische Führerscheine von den USA zum Führen von Kraftfahrzeugen anerkannt. Auch wenn von offizieller Seite empfohlen wird, einen internationalen trotzdem dabei zu haben (es macht die Übersetzung einfacher), ist hiermit fast alles gesagt. Wir haben tatsächlich bei einer Polizeikontrolle einmal erlebt, dass die europäische Führerschein (Scheckkartenformat) nicht richtig gelesen wurde, und Ausstellungsdatum des Führerscheins für das Ablaufdatum Gehalten wurde. Natürlich konnte das geklärt werden, es hat aber erstmal für eine kurze Verwirrung gesorgt. 



Handy

Moderne Mobiltelefone funktionieren in den USA problemlos. Lediglich die Nutzung von mobilem Internet ist mit deutschen Verträgen sehr teuer.

Wenn du nicht ununterbrochen online sein musst, bieten die wirklich unzähligen WLan-Hotspots (Cafés, Restaurants, Hotels, etc.) genug Abdeckung. Es ist daher nicht zwingend notwendig, eine Simkarte für die USA zu kaufen. Wir haben auf all unseren Reisen bisher noch nie eine dabei gehabt.

Navigation

In den ersten USA-Urlauben haben wir von zu Hause ein TomTom mit den Urlaub genommen. Ehrlicherweise kam dies aber nur in den Städten zum Einsatz. Bei einer 500km langen Fahrt geradeaus, brauchst du aber definitiv kein Navi. Und da sowohl Hotels als auch die üblichen Fast Foodketten über die Billboards an den Highways ausgeschrieben sind, fällt auch die Orientierung auf einem Roadtrip ganz leicht.

Mittlerweile sind wir aber auf Offline-Karten umgestiegen, die wir uns zu Hause heruntergeladen haben. Damit navigieren wir in den Städten.

Kreditkarte

USA ohne Kreditkarte ist eigentlich nicht möglich. Spätestens beim Anmieten des Wagens wird sie zur Hinterlegung der Kaution benötigt. In den Hotels dient sie zudem als Ausweisersatz.

Zwar gibt es von vielen Banken mittlerweile günstige Kreditkarten, achtet aber auf jeden Fall auf die Höhe des Auslandseinsatzentgeltes - eine Gebühr, die deutsche Banken berechnen, wenn man die Karte im Ausland einsetzt. 



National Park Pass

Der Eintritt für die einzelnen National Parks liegt bei etwa 25$. Diesen musst du pro Auto und pro Woche bezahlen. Egal, ob sich hierin 1 oder 3 Personen befinden. Es gibt die Möglichkeit, einen Jahrespass (Annual Pass) für 80$ zu kaufen. Dieser Pass ist ein Jahr gültig. Ob sich ein Jahrespass für deinen Besuch lohnt, kannst du dir also vorher ausrechnen. Der Jahrespass gilt in allen "Naturschutzgebieten" unter Bundesverwaltung. Also auch auch in den meisten National Recreation Areas (NRA), National Monuments (NM) oder National Conservation Areas (NCA) allerdings nicht in State Parks (SP).

 

Das Weiterverkaufen des Annual Passes nach dem Urlaub ist mittlerweile noch weit verbreitet, ist allerdings offiziell nicht erlaubt.



Notfall

Unterwegs solltest du vor allem immer genug Getränke (vor allem Wasser) und Lebensmittel dabeihaben. Vor der Abfahrt in die Wüste/Einsamkeit nochmal den Tank checken und sicherheitshalber noch einmal volltanken. Bei den langen Strecken weiß man nie genau, wann man wieder auf Zivilisation trifft.

911 ist der Notruf (wie 112 bei uns), der aus allen Handynetzen funktioniert – so lange Netzabdeckung gegeben ist. Es mag verwundern, aber in einer der größten Industrienationen der Welt gibt es weite Teile des Landes, die ohne Handynetz sind.


Verständigung

Du musst kein perfektes Englisch sprechen, um dich in den USA fortzubewegen. Viele Amerikaner können es auch nicht. Grundsätzlich sind sie sehr hilfsbereit. Wenn du etwas nicht verstehst, frag ruhig nach. Sie werden es dir geduldig erklären.

 

Tipp: Du bist unterwegs und triffst einen Amerikaner. Frag ihn etwas zu der Gegend. Er wird liebend gern davon erzählen.



Verpflegung

Viele Hotels bieten inklusive der Übernachtung ein kontinentales Frühstück an (Toast, Cornflakes, Saft und Kaffee sind mindestens drin). Hier scheiden sich die Geister, ob himmlisch oder ungenießbar. In jedem handelsüblichen Supermarkt lassen sich aber die Basics für ein leckeres Frühstück kaufen, so dass du auch ohne Probleme auf das kontinenatel Frühtück verzichten kannst.

Natürlich musst du auch nicht jeden Mittag oder Abend in ein Restaurant essen gehen. Auch hier kannst du dich mal gut selbst verpflegen. Um die Lebensmittel gekühlt zu halten, kaufe dir eine Kühlbox. Eis gibt es an jeder Tankstelle oder Supermarkt, manchmal auch in den Hotels.

 

Hier findest du Inspiration für deine erste Einkaufsliste.

 

Brauchst du noch Hilfe bei der Entscheidung, wo du in den USA essen gehen kannst, schau gerne einmal in unserem Foodguide vorbei.

Folgende Supermarktketten empfehlen wir gerne weiter:

  • Whole Foos Market: Biosupermarktkette mit einem großen Sortiment, außerdem ist in den meisten Filialen eine Art Frischetheke vorhanden, die zu den jeweiligen Uhrzeiten mit den entsprechenden Mahlzeiten bestückt wird.
  • Safeways: gemischtes Sortiment, Schwerpunkt liegt auf Lebensmitteln, hier findest du eigentlich alles, was du für einen Roadtrip brauchst. Hier kannst du auch deine Kühlbox kaufen. (je nach Region auch VONS, Albertsons)
  • Target: von Lebensmitteln über Kleidung bis hin zu Angelbedarf kannst du hier eigentlich alles finden.
  • Wal-Mart: gehört wohl zu einem echten amerikanischen Einkaufserlebnis dazu. Die scheinbar endlosen Gänge haben uns manchmal echt überfordert – zu viel Auswahl.

  • Kroger: eine klassische Supermarktkette, die in den USA weit verbreitet ist. Die Märkte sind relativ groß und es gibt eigentlich fast alles. (je nach Region: Smith's, Publix, Fry's, u.a.) 
Wenn du eins in den USA findest, dann ist es genug zu essen.
Wenn du eins in den USA findest, dann ist es genug zu essen.

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