Grand Canyon National Park - South Rim

Der Grand Canyon gehört zu den großen Naturwundern der Erde- und das ist kein Wunder! Denn das Gebiet ist eine etwa 450 km lange Schlucht mitten durch Arizona. Er ist zwischen 6 und 30 Kilometer breit und bis zu 1.800 m tief. Jedes Jahr besuchen den National Park etwa 5 Millionen Besucher. Auch wir waren schon mehrmals da und sind immer wieder überwältigt, von der Größe und Schönheit dieses Gebiets. Es ist einfach einzigartig.

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Grand Canyon Karte Aussichtspunkte
Karte vom South Rim mit den besten Panoramapunkten
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Der Bericht handelt ausschließlich vom South Rim, den wir an mehreren Jahren besucht haben. Bisher haben wir es leider nicht geschafft, in den Canyon selbst zu wandern. Das steht noch auf unserer to-do-Liste.

Die schönsten Aussichtspunkte findest du links auf der Karte oder hier auf der Website des National Parks.



Reiseplanung

Überlege dir vor deinem Besuch, ob du beim Grand Canyon wandern möchtest oder lieber nur durch den National Park fahren möchtest. Plane deinen Aufenthalt vorher genau. Sowohl die Unterkünfte am Grand Canyon und in den kleineren Vororten sind schnell ausgebucht und in den Reisemonaten sehr überfüllt und teilweise auch ziemlich überteuert. Wir haben bisher die beste Erfahrung mit dem Days Inn in Williams gemacht. Mehr dazu findest du hier.

 

Für einige Wanderungen, benötigst du ein Permit. Gerade wenn du in den Canyon wandern möchtest, solltest du dich vorher über den Hike und ggf. notwendige Zeltplätze informieren. Die besten Infos bietet dir hier die Webseite des Nationalparks.


Must-see

Grand Canyon National Park

Wenn du am Grand Canyon bist, solltest du auf jeden Fall Sonnenaufgang oder -untergang am Canyon verbringen. Tagsüber wäscht die Sonne viele der Farben aus. Wenn die Sonne sich dem Horizont entgegen neigt oder gerade dahinter hervorkriecht, erleuchtet der Canyon nochmal in ganz anderen Farben.

Als ich dort im März stand, lag noch Schnee und es war richtig eisig. Der Wind pfiff nur so aus durch die Schlucht hindurch und um meine eiskalten Ohren herum. Aber was tut man nicht alles, für ein schönes Foto und DIESEN Anblick.

 

Der Grandview Point macht seinem Namen alle Ehre. Von dort aus hast du wirklich einen wunderschönen Blick. Lauf ein wenig hin und her und such dir eine schöne Stelle. Genieß den Ausblick.

 

Fahr zum nächsten Viewpoint und steig aus. Du wirst wieder ganz andere "Ecken" vom Grand Canyon sehen. Er sieht überall ein wenig anders aus. Und das ist das tolle. Man kann sich quasi nie daran satt sehen.

An einigen Stellen kannst du in den Canyon hinabsteigen. Wenn du festes Schuhwerk anhast, geh einfach mal ein paar Meter in die Schlucht hinein. Du wirst überrascht sein, wie schnell sich die Perspektive wechselt und du schon das Gefühl hast, mittendrin zu sein.


Erfahrungen anderer Blogger

Silke und Markus von safetravels.de haben mehrere Tage eine abenteuerliche Trekkingtour durch den Grand Canyon gemacht. Mehr darüber kannst du hier lesen.

 

Mel von Kind im Gepäck hat den National Park am North Rim mit Mann und Kleinkind besucht. Ihren Reisebericht liest du hier.


Ein Naturwunder

Wie gigantisch diese Schlucht ist, sieht man daran besonders gut, dass die Touristen aussehen wie hunderte wimmeliger Ameisen.

Grand Canyon National Park

Auch wenn der Canyon oberflächlich betrachtet karg wirkt, so ist er doch voller Leben. Nicht nur ist er Lebensraum zahlreicher Tiere, sondern auch vieler unterschiedlicher Pflanzen. Hier kann selbst ein Baum auf Stein in der Schlucht wachsen.


Vorsicht, Touristenmassen!

2008 war ich das 1. Mal am Grand Caynon. Wie es sich zu heute verändern hat?

Enorm! Leider!

 

Bei meinem ersten Besuch gab es noch kein riesiges Visitor-Center, kaum richtige Parkplätze, kaum Absperrungen. Es war eigentlich "nur" der Canyon und genau das hat für mich damals den Reiz ausgemacht. Ich war da und schaute in diese riesige Schlucht und um mich herum war es still. Ich konnte in aller Ruhe dieses Naturwunder genießen.

 

Und jetzt knapp 10 Jahre später traf mich fast der Schlag. Eine riesige Asphaltfläche, die als Parkplatz vor dem neu erbauten Visitor-Center diente, laut knatternde Harley Davidson Gruppen und Reisegruppen an Japanern, die zu hundert aus den Reisebussen liefen, machten sich die Plätze an den Aussichtspunkten streitig.

 

Nicht nur die Lautstärke versetzte mich in Schockstarre, auch das Verhalten vieler Touristen machte mich einfach sprachlos. Überall lag Müll herum, Essenreste einfach achtlos in die Natur geworfen. Und kaum schaute mal eines der süßen Squirrels hinter einem Busch hervor, fütterten die unterschiedlichsten Nationen das kleine Tier mit Nachos oder Käse. Etliche Menschen liefen in Flip Flops mit dem ipad in der Hand an die Kante des Canyon, um ein Erinnerungsfoto zu schießen.

 

Ich war entsetzt und wir flüchteten an einen kleineren Aussichtspunkt, an dem wir wenigstens kurz unsere Ruhe hatten und den Grand Canyon in Ruhe genießen konnten.

Grand Canyon National Park

Fazit

Der Grand Canyon ist ein Naturwunder. Und wenn du in den Südwesten reist, dann gehört er definitiv zu den Sachen, die du gesehen haben musst. Er macht dich sprachlos, er lässt dich spüren, wie klein du bist. Und erlässt dich spüren, wie gigantisch die Natur ist.

 

Ich bin gespannt, wie es sich in den nächsten 10 Jahren verändert. Ob es evtl. bald eine Straße in den Canyon geben wird und ob die Besucherzahlen weiter steigen werden. Wir haben bisher erstmal nicht geplant, hierin zurückzukehren. Vielleicht irgendwann mal, wenn wir in den Canyon wandern.

 

Ich hoffe, dass die viele Besucher verstehen, wie kostbar und fragil dieses Naturwunder ist.

Grand Canyon National Park

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Kommentare: 5
  • #1

    Roland (Sonntag, 09 April 2017)

    Oh ja, das erging uns auch so, 2009 das erste mal dort, der Parkplatz direkt am MatherPoint sehr klein und wir haben problemlos parken können, die erste sicht in den Canyon war sehr ergreifend. Wir sind dann 2012 zurück gekommen, riesiger Parkplstz am Visitir Center, alles geteert und verbetoniert. Ich war sehr froh das wir an der Maswik Lode ein Zimmer hatten, denn wenn die Touristenströme gehen weil die Donne weg ist, dann wird es dich wieder gemütlich und am morgn früh zu Fuss eine Stunde vor Sonnenaufgang an das Rim laufen und geniessen, auch als die Sonne sich hezeigt hat, es war so schön ruhig, auch wir werden sicher einmalwiedsr kommen und dann auch mal ein stück runter Wandern. Irgendwann ein mal

  • #2

    Matthias K. (Sonntag, 09 April 2017 10:33)

    Die großen und schönen Nationalparks werden durch die Menschmassen immer uninteressanter für uns.
    Vielleicht sollte man am Grand Canyon mal an den Nordrand ausweichen. Der soll ja wesentlich ruhiger sein

  • #3

    Silke (Sonntag, 09 April 2017 10:39)

    Eure Sichtweise kann ich absolut nachvollziehen. Mein erster Besuch war im Herbst 2002, da gab es auch nur den kleinen Parkplatz am Mather Point und wir haben ohne Vorreservierung in Tusayan ein Hotelzimmer bekommen, obwohl wir erst abends zum Sonnenuntergang ankamen.
    Wie Roland war auch ich sehr schockiert, über den neuen Parkplatz, als wir 2010 dort ankamen. Wir haben uns da sogar verlaufen.
    Den größten Schock bekamen wir beim Aufstieg vom Indian Garden Campground 2013. Auf den oberen Metern des Bright Angel Trails ging es zu wie im Ameisenhaufen und kaum einer der Flipflop-Selfiestick-Fraktion hat uns mit den schweren Rucksäcken Platz gemacht.
    Man kann sehr gut sagen, daß sich nicht nur die Vegetation und das Klima verändern, je tiefer man in den Canyon absteigt, sondern auch die Menschen. Unten gibt es die rücksichstvollen Leute, die ihren Müll wieder einpacken und die Tiere respektieren, weil sie wissen, daß jedes Jahr Rehe liegengelassenen Müll mitfressen und daran jämmerlich verenden.
    Wir lieben den Grand Canyon und ich kann mir keine Südwest-Tour vorstellen, ohne diesen grandiosen Anblick. Wir wissen inzwischen, wie wir Ruhe finden und ich scheue mich nicht, anderen Touristen meine Meinung zum Thema Natur- und Tierschutz zu sagen.
    In diesem Sinne freue ich mich auf meinen nun 8. Besuch in diesem Herbst :-)

  • #4

    Sylvia (Sonntag, 09 April 2017 14:03)

    Ich kann mich dem nur anschließen: wir waren ebenfalls 2008 zum ersten Mal da, dann 2014 wieder. Was für ein Schock! Ich dachte ich stehe am Ballermann. Nur Massen, nur laute Menschen. Unfassbar! Wir sind deswegen 2016 ans North Rim ausgewichen und kann es jedem nur empfehlen, der es ruhiger mag. Oder nein, eigentlich nicht. Sonst geht es da bald zu wie am South Rim. Ähnlich schockiert war ich übrigens im Valley of Fire State Park und im Antelope Canyon. Gott sei Dank gibt es noch so viel mehr in USA zu entdecken! �

  • #5

    Jan (Sonntag, 09 April 2017 20:06)

    Lieber Roland,
    Lieber Matthias,
    Liebe Silke,
    Liebe Sylvia,

    vielen Dank für eure netten Worte und tollen Beiträge zu diesem Artikel. Ich finde es zeigt sich, wie fragil die Natur ist. Nicht nur im wörtlichen Sinne. Es braucht nur genug Menschen, um die Stimmung und Atmosphäre negativ zu beeinflussen. Um sich wichtiger ist es für uns, dass wir immer sehr zurückhaltend unterwegs sind. In Moab haben wir auch schon ähnliches erlebt - auch ohne in den Arches zu fahren. So viele Menschen, Autos und so viel Stau in so einem kleinen (eigentlich ganz beschaulichen) Ort war wirklich irgendwie erschreckend.

    Liebe Grüße

    Jan