Waterholes Canyon & the Great Wall

Gold-gelb und dunkelrot - das sind die zwei kennzeichnenden Farben dieser beiden schönen Sehenswürdigkeiten ganz in der Nähe vom Horseshoe Bend. Der Hike ist nur kurz, das Erlebnis groß. Zwei absolute Highlights in unmittelbarer Nähe - fernab von den Touristenströmen rund um Page. Das ist genau nach dem Geschmack von hikelust.

 

Wir waren bereits 2014 und während unseres Roadtrips 2017 an diesem tollen Ort. Die Farben und Formen haben uns besonders fasziniert. Für Fotografen ist das einer der besten Spots im Südwesten. Die beste Zeit zum Fotografieren ist am Spätnachmittag und zum Sonnenuntergang, weil sich dann die Felsen sehr schön verfärben.

 

Bei unserem letzten Besuch haben wir uns bei fast 40 Grad ziemlich einen abgeschwitzt. Selbst bei einer so kurze Wanderung sind wir allein durch die Temperaturen danach echt erschöpft gewesen. Nimm dir also ausreichend Wasser mit - man weiß ja nie!


Der Waterholes Canyon und die Great Wall erreicht man am besten von Page aus.Du fährst den Hwy 89 Richtung Horseshoe Bend und fährst so lange weiter bis du eine Brücke erreichst. Vor dieser Brücke fährst du links auf den Parkplatz. Das ist der Trailhead.

 

Um in den Waterholes Canyon hinabzusteigen, benötigst du ein Permit von den Navajo Indianern. Auch bei unserem letzten Besuch (als wir nur die Great Wall besucht haben) haben wir uns ein Permit geholt - einfach um unnötigen Ärger zu vermeiden.

Das Permit bekommst du für 12$ pro Person da, wo du auch die Tickets für den Antelope Canyon kaufen kannst. Die andere Alternative ist in Leeche. Hier ist der Verwaltungssitz der Navajo.

 


In unserer deutschen Denkweise mussten wir gleich an eine Amtsstube denken - in der Realität ist aber ein weißer Trailer. Wir hatten ein wenig Probleme, die Hütte ausfindig zu machen, da es sich mehr in einem Hinterhof befindet (s.o.). Sofort schlug uns hier eine gewisse Unfreundlichkeit entgegen. Das Permit haben wir natürlich trotzdem bekommen, aber eine Karte gibt es nicht. Es macht also Sinn, sich vorher über den Hike zu informieren. Das Permit kannst du übrigens auch mit Kreditkarte zahlen,

Hier gibt´s die GPS- Daten zum Download.

Download
GPS-Daten Waterholes Canyon
Hike WaterholesGW.GPX
GPS eXchange Datei 11.8 KB


The Great Wall

Great Wall Waterholes Canyon Page Arizona
Goldgelb erleuchtet die Great Wall je nach Tageszeit in unterschiedlichen Farbtönen

Vom Trailhead aus siehst du direkt vor dir einen Zaun. Hier gibt es einen kleinen Durchgang, den du bedenkenlos passieren kannst. Die Great Wall kannst du von hier aus in der Ferne schon ausmachen, es ist nicht weit.

 

Der beste Weg ist, sich direkt am Canyonrand zu halten und immer geradeaus zu gehen. Es gibt hier keinen Weg, ab und zu aber ein paar Steinmännchen. Sich hier zu orientieren, ist nicht schwer.

 

Wenn du da bist, sieht du die Steinmauer vor dir - gelb und groß.


The Great Wall Waterholes Canyon Arizona Page
Für Fotografen ein Paradies

Waterholes Canyon

Von der Great Wall aus, gehst du wieder Richtung Canyonkante. Hier suchst du dir eine geeignete Stelle, um in den Canyon hinab zu steigen. Hierfür ist kein Equipment nötig, nur ein wenig Geschick und Orientierung.

 

Im Canyon selbst gehst du den Weg wieder zum Trailhead zurück. Dort kannst du vor der Brücke wieder aus dem Canyon herausklettern und zu deinem Auto zurückgehen.

 

Der Sandstein ist teilweise sehr fragil - pass auf, wohin du trittst.


Waterholes Canyon Arizona Page
Waterholes Canyon

Nochmal wiederkommen?

Auf jeden Fall!

Wir würden gern noch einmal in den Waterholes Canyon hinabsteigen und weitergehen. Wir sind neugierig, was uns da noch so erwartet. Außerdem würden wir unheimlich gerne hier den Sonnenaufgang erleben. Das Farbspiel muss beeindruckend sein.

 

Der große Pluspunkt: keine Touristenmassen. Wenn der Parkplatz am Horseshoe Bend aus allen Nähten platzt und du ruhigen Gewissens daran vorbeifahren kannst, fühlt sich das ziemlich gut an.

Achtung - Änderung der Zutrittsbefugnis

 

Tja, ihr habt es sicherlich mitbekommen. Im Frühjahr 2018 wurde das Permit-System des Waterholes Canyon durch die Navajo-Verwaltung geändert. Einen Zugang erhaltet ihr nun nur noch, mit einer geführten Tour (ähnlich dem Antelope Canyon). Der Tourenanbieter hat auch zur Zeit ein Monopol und ist am Trailhead lokalisiert. Derzeit beträgt der Preis 35 USD pro Person. 

 

Nach Berichten von Reisenden ist eine Besichtigung der Great Wall gar nicht mehr möglich. 

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Kommentare: 8
  • #1

    Big Horn (Samstag, 15 Juli 2017 15:28)

    Ach man bekommt in Lechee keine Karte? Gut zu wissen dann hole ich in Zukunft dort mein Permit. Am Antelope bekommt man eine Karte mit Hinweisen wo man nicht hindarf....wäre mir aber ganz recht diese Hinweise nicht zu bekommen :)

  • #2

    Max Paul (Samstag, 10 Februar 2018 13:26)

    Ich kennen the Great Wall unter dem Namen Navajo Wave. Sonnenuntergang ist gut dort.

  • #3

    Andrea (Samstag, 17 März 2018 21:33)

    Hallo! Muss man, wenn man das Permit holt, ein Datum angeben, wann man zu dem Canyon und der Wall gehen will ?

  • #4

    Jochen (Donnerstag, 05 April 2018 21:16)

    Wir waren am 10. März dort - Datum steht auf dem Permit. Und auch: "Location: WATER HOLES CYN - east of bridge to powerlines only!"

  • #5

    Jochen (Donnerstag, 05 April 2018 21:18)

    Nachtrag: Permit gab´s nur noch in Leechee - der AC Tour Anbieter schickt einen jetzt auch dort hin...

  • #6

    Benjamin (Freitag, 22 Juni 2018 00:45)

    Preis 21.6.18 48 Dollar pro Person. Wahrscheinlich in einem halben Jahr noch mehr... würden nächstes mal den antelope Canyon vorziehen...

  • #7

    Andy (Freitag, 28 September 2018 11:29)

    Das heißt, ich soll für meine Familie 150 $ zahlen, um kurz auf eine Sandsteinwand blicken zu können? Geführt von einem bösblickenden Indianer, der in jedem Bleichgesicht einen Feind sieht, die Hand aber eifrig aufhält? Hunderte von Dollar für einen kurzen Familienausflug ins Monument Valley? 240 $ damit meine Familie wie Vieh durch den Antelope Canyon gejagt wird? Die haben preislich völlig die Nerven verloren. Ich bereise die USA seit 1989 und mir reicht es jetzt. Orte, die ich noch als Wildnis kennengelernt habe, werden jetzt immer öfter auf Youtube als Disneyland bezeichnet. Letztes Mal, als ich am Delicate Arch war, machten 100 Schüler darunter ein Picknick. Zwei Typen hatten ihre T-Shirts in zwei Spalten des Bogens 'abgelegt' . Ausbeute: Kein einziges Foto. Geländer am Horseshoe Bend. Wo ich früher durch Canyons zu Petroglyps gelaufen bin, brettern heute Quads durch. Das Navajo-Land war immer etwas besorderes. Damit ist es jetzt vorbei. Aus Ruhe wurde Vermarktung. Und damit hat sich mein Traumland Amerika erledigt. Dieser Artikel hier zeigt die Veränderung. Aus Abenteuer wurde Touristen-Nepp mit ständig steigenden Preisen. Dieser Artikel hat mir zum letzten Mal die Augen geöffnet. Der Navajo sagt: Wenn Dein Pferd tot ist .. steig ab.

  • #8

    Jan (Dienstag, 09 Oktober 2018 10:53)

    Hi Andy,

    Ich kann Deine Frustration da in Teilen sehr gut nachvollziehen. Es gibt sicherlich immer mindestens zwei Arten, so etwas zu vermarkten. Wenn Du Dir die Aufmachung der Wave-Lotterie ansiehst, finde ich den Unterschied zu anderen überlaufenen Orten gut greifbar. Trotz des Touristenstroms hat sich da preislich in den letzten Jahren kaum etwas geändert... und das ist auch gut so.

    Wir hatten ein eher frustrierendes Erlebnis, als wir über 40 USD bezahlt haben, um mal einen Blick in den Cool Mine Canyon zu werfen. Stark überlaufende Orte haben es uns nie wirklich angetan, egal ob Zion NP oder der Antelope Canyon.... Aber zum Glück gibt es auch andere schöne Orte dort.

    Aber ich denke, jeder der das Abenteuer sucht, kann es auch noch finden. Nimm z.B. Pine Park in Utah.... ohne eine Menschenseele und kostenlos...

    Und wenn die überlaufenden Orte für dich sprichwörtlich "totgeritten" sind, steht da ein neues Pferd für Dich bereit - du musst nur aufsteigen wollen. :)

    viele Grüße
    Jan