Hiken entlang der Hole-in-the-Rock-Road

Die wohl legendärste Schotterpiste in Utah - 57 Meilen Sand, Kiesel und Schotter. Jede Menge Fahrspaß, viele freilaufende Rinder und bestimmt die ein odere andere Reifenpanne gehören zu den typischen Bildern, die mit der Hole-in-the-rock-road (kurz: HITRR) in Verbindung gebracht wird.

Die Straße beginnt 5 Meilen von Escalante entfernt, liegt direkt am wunderschönen Highway 12. Die Straße ist nur in trockenem Zustand zu befahren. Viele Nebenstraßen und vor allem die letzten 7 Meilen nur mit Vierradantrieb.

Wie schnell sich die Straßenzustände in Escalante ändern können, haben wir selbst erlebt. Die Erde ist so trocken, dass der Regen gar nicht so schnell aufgenommen werden kann. Sofort wird alles schlammig und unbefahrbar.

 

Check also immer die Wettervorhersagen bevor du dich auf den Weg machst.


Die HITRR in unterschiedlichen Jahren und Monaten:

März 2010 - Mai 2012 - September 2013

Von der HITRR biegen seitlich noch kleinere Dirtroads ab. Diese führen zu den einzelnen Slotcanyons oder Gesteinsformationen. Wir haben selbst noch nicht alle davon besucht. Daher erfolgen hier nur die Berichte über die Stationen, die wir selbst schon gesehen haben.


Devils Garden

Devils Garden

Nach etwa 12 Meilen fährst du rechts von der HITRR ab. Hierin führt dich ein Wegweiser und das Stück der Straße ist bei Trockenheit auch mit einem normalen PKW zu bewältigen. Bei dem Parkplatz gibt es auch 3 Grillpits, hier kannst du prima zu Abend essen.

 

Am schönsten ist der Devils Garden zum Sonnenuntergang, wenn die roten Felsen leuchten. Lauf einfach umher und schau dich um.



Dry Fork Canyon

Ab Meile 26 erreicht man die Dry Fork Road, die links abzweigt. Nach 500m nochmal links abbiegen. Der Weg hat unzählige Schlaglöcher und tiefe Spurrinnen - 4WD ist hier notwendig. Auf dem Parkplatz kannst du dein Auto abstellen und dort beginnt auch schon der Trailhead, hinab ins Tal. Den Weg findest du von hier aus, eindeutig.

Von diesem Trail aus kommt man zum Dry Fork Canyon, Peek-a-Boo-Canyon und zum Spooky Canyon. Die drei Slotcanyons liegen unmittelbar nebeneinander.

Der Dry-Fork-Canyon ist ganz links, in der Mitte Peek-a-boo und links der Spooky Canyon.

Eine genaue und detaillierte Wegbeschreibung gibt es bei Synnatschke auf der Homepage.



Peek-a-Boo-Canyon

Bei meinem Besuch 2010 hatte es Tage zuvor geregnet. Eine riesige Pfütze hatte sich vor dem Eingang des Canyon gebildet. Netterweise hatte schon jemand einen Ast als Einstiegshilfe dort hingelegt. Bis ich allerdings den richtigen Kniff für den Einstieg gefunden hatte, dauerte es eine Weile.

Im Canyon selbst war überall Wasser, weswegen ich nur ein kurzen Blick hineingeworfen habe.

 

 

Den Canyon würden wir uns gerne noch einmal genauer ansehen. Er bietet bestimmt einige tolle Motive.



Spooky Canyon

Der Spooky Canyon ist aus meiner Sicht der schönste der drei Canyons. Der Eingang liegt etwas versteckt. Zuerst scheint der Canyon in orange-roten, rosa Farbtönen und man hat noch ausreichend Platz hier durchzugehen.

Nach ein paar Metern verengt sich der Canyon aber, es wird dunkler und die Steine wirken grau, fast schon schwarz und bedrohlich. Irgendwann kommt man nur noch seitwärts vorwärts.

Es geht denselben Weg wieder zurück, irgendwann ist es einfach zu eng. Ich habe in dem Canyon jegliches Gefühl für die Zeit verloren. Als ich wieder draußen war, sah ich den dunkel verfärbten Himmel. Ich kann nur erahnen, wie gefährlich es hier ist, wenn es anfängt zu regnen.



Chimney Rock

Um Meile 34 herum taucht plötzlich der Chimney Rock auf. Ein einzelner Felspfosten. Das Motiv hat mich nicht so gereizt, dass ich näher heran gefahren bin. Daher habe ich ihn nur aus der Ferne fotografiert, mit den schneebedecktem Gipfel im Hintergrund.

Dancehall Rock

Ab Meile 37 erscheint fast am Ende der HITRR der Dancehall Rock. Dieser imposante Felsen ragt aus der Landschaft heraus. Ich würde sagen, der weite Weg auf der Piste lohnt sich nicht unbedingt für diesen Anblick.



Wo übernachten?

In Escalante sind die Übernachtungsmöglichkeiten wirklich sehr begrenzt. Es gibt das Circle D Motel und das Outfitters. Keine Hotelketten oder AirBnB. Viele schwören auf das eine oder das andere. Uns konnten leider beide nicht überzeugen, auch wenn wir es mehrmals versucht haben. Wer genaueres wissen will, schaut gerne mal unter unserem Hotelcheck vorbei.

Uns konnten bisher nur die Burger im Circle D überzeugen - die haben bestimmt auch schon einige probiert.

Nochmal wiederkommen?

Erstmal nicht! Wir haben mehrere Jahre hintereinander in Escalante unser "Glück" versucht. Entweder spielte das Wetter nicht mit oder unsere Erlebnisse in den Unterkünften waren so neben der Spur, dass es uns einfach keinen Spaß gebracht hat, dort länger Zeit zu verbringen. Wir waren jedes Mal bisher froh, sobald wir weitergefahren sind. So schön die Natur und vor allem die Hole-in-the-rock-road auch ist, wir widmen uns lieber erst einmal anderen Ecken im Südwesten.

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