Hikes rund um Moab | Top 5

Moab liegt im nordwestlichen Teil von Utah. Es ist ein Paradies für Wanderer und Mountainbiker. Aktivitäten wie Rafting oder Ziplining und umliegenden drei Nationalparks sind ein Magnet für Einheimische und Touristen gleichermaßen. Es gibt so viel zu entdecken, dass ein paar Tage in dem Örtchen meist immer zu kurz erscheinen. Wir kommen gerne nochmal wieder, denn unsere to-do-Liste ist noch lang! 

Corona Arch & Bow Tie Arch

Die Anfahrt zum Corona Arch beträgt ca. 40 Minuten über die Potash Road. Vom Parkplatz aus weist ein Schild auf den Beginn des Trails hin. In einem typischen Trailregister kannst du dich eintragen. Der Weg dauert ca. eine Stunde. Dreiviertel des Hikes führen über losen Sand und Sandstein auf einem gut zu erkennenden Weg. Bei dem letzten Drittel musst du dich immer wieder zwischendurch orientieren, aber die vielen Steinmännchen weisen dir den Weg. Auf dem letzten Stück gibt es drei Kletterpassagen zu überwinden.

Eine davon führt über eine fest installierte Leiter, zwei an einem Stahlseil entlang. Dies ist aber ohne größere Probleme möglich.

Hast du dies geschafft, kann man bald beide Arches aus der Ferne erkennen. Zuerst kommst du an dem Bowtie Arch vorbei. Ein riesiges Loch im Fels – da wird mir beim Hochschauen immer schwindelig. Der Corona Arch ist gigantisch und sehr beeindruckend.

Wir haben die Wanderung bereits zwei Mal absolviert, beide Male in den frühen Morgenstunden und waren daher fast ungestört.

 

Der Weg bietet keinerlei Schatten und ich kann nur erahnen, welche Temperaturen herrschen, wenn die Sonne um die Mittagszeit im Sommer bedingungslos vom Himmel brennt.


Der Sonnenaufgang am Corona Arch
Der Sonnenaufgang am Corona Arch

Mesa Arch

Das ist einer der Gründe, warum ich im Urlaub freiwillig um 3 Uhr nach aufstehe! Die Anfahrt führt durch den Canyonlands Nationalpark und dauert ca. 1 Stunde. Der Weg zum Arch dauert noch einmal ca. 30 Minuten. Der Weg ist gut ersichtlich, aber es hilft, wenn man bei Tag den Arch schon einmal gesehen hat.

Wir verbrachten das Warten im Dunkeln mit 4 Mexikanern, lagen um Dunkeln auf dem Sandstein und schauten gemeinsam in die Sterne. Es ist unvergesslich.

Je heller es wird, desto mehr Leute trudeln ein. Zu Spitzenzeiten kann es sein, dass sich hier an die 100 Fotografen versammeln. Und das heißt: gute Nerven und bloß nicht seinen Platz verlassen! Eine Geduldsprobe!

Aber es hat schon seine Berechtigung. Wenn das Sonnenlicht hinter dem gegenüberliegenden Bergketten hervorkriecht und den Felsbogen anstrahlt, erleuchte dieser in einem satten orange. Es ist einfach nur wunderschön!


Sonnenaufgang am Mesa Arch
Sonnenaufgang am Mesa Arch

Grand Viewpoint Overlook

Im Canyonlands Nationalpark führt der Hike vom letzten Parkplatz (Grand View Point Overlook) ca. 2 Kilometer bis an die Felskante heran. Rechts und links bietet sich ein unfassbar schönes Panorama.

An den Felskanten befinden sich keine Absperrungen oder Sicherungen. Aber es gibt genug Platz, dass du selbst entscheiden 

kannst, wie nah du dich an die Kante traust.

Wir haben hier den Sonnenuntergang verbracht -zu zweit mit gefühlt Hunderten an Mücken. Das war tatsächlich schwer zu ertragen, so dass wir kurz davor waren, zu gehen. Der Anblick hat uns für all das entschädigt.


Zweisamkeit am Canyonrand
Zweisamkeit am Canyonrand

False Kiva

Die False Kiva war eine der abenteuerlichsten Hikes, die wir bisher unternommen haben. Sie erfordert Orientierungssinn, Trittsicherheit und Kondition. Du darfst keine Probleme mit Höhe und Klettern haben. Für Anfänger ist der Hike wirklich nichts.

Der zugehörige Parkplatz hierzu ist ebenfalls im Canyonlands Nationalpark. Von dort aus geht es über losen Sand, und halbwegs festen Sandboden bis zu einem ausgetrockneten Wasserfall. An diesem kletterst du hinunter bis du die Felskante zum White Rim erreichst. Der Untergrund wird jetzt langsam loser und bald geht es nur noch über Geröll an der Felskante hinunter.

Wir haben hier zwei andere Wanderer beim Aufstieg getroffen, die uns den besten Weg zur Höhle gezeigt haben. Wir hatten zwar das GPS dabei, konnten aber die Höhle an der Felskante überhaupt nicht ausmachen. 

Beim Abstieg mussten wir uns wirklich ganz ordentlich auf die Schritte konzentrieren, und überlegen, wie wir dann wieder zur Höhle den Berg hochlaufen können. Die Wanderung hat insgesamt ca. 2 Stunden gedauert (one way).

Die Höhle ist viel größer als auf den Fotos gedacht. Wir waren überwältigt, dass wir den Hike hinter uns gebracht haben und verschnauften hier erst einmal eine Weile.

 

Wir hatten erst geplant, auf den Sonnenuntergang zu warten und im Dunkeln zurückzulaufen. Wir haben uns aber dagegen entschieden, da wir den Hike schon bei Helligkeit herausfordernd genug fanden. Obwohl wir rechtzeitig wieder losgewandert sind, haben wir gerade mit dem letzten Tageslicht das Auto erreicht. Wir hatten länger gebraucht als gedacht.


Der Ausblick aus der False Kiva
Der Ausblick aus der False Kiva

Delicate Arch

Der Delicate Arch befindet sich im Arches Nationalpark. Der Parkplatz hierzu ist auf der Map des Nationalparkes ausgezeichnet. Die Orientierung während des Hikes ist kein Problem, es sind genügend Touristen da.

Der Weg führt steil nach oben über Slickrock. Im Sommer bei prallem Sonnenschein kann das recht schweißreibend sein. Dies kann in etwa 1 Stunde dauern.

Oben angekommen kann man durch ein kleines Fenster im Fels schon den Arch sehen. Er ist gigantisch groß und bleibt uns hoffentlich noch lange erhalten.

Während du brav wartest, um vor dem Arch dein Foto zu machen, kannst du die Aussicht bestauen. Glücklicherweise verlaufen sich die Menschenmassen hier oben ein bisschen, aber lauschig ist was anderes.


Der gigantische Delicate Arch
Der gigantische Delicate Arch

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