Polizeikontrolle in den USA

Der Streifenwagen hinter dir nimmt dich ins Visier. Du spürst ganz genau die Blicke des Officers. Durch den Rückspiegel siehst du eine Handbewegung und ein paar Sekunden später leuchtet das Licht des Polizeiwagens auf.

 

Welcome to an american Polizeikontrolle.

 

Hier erfährst du die wichtigsten Do´s and Dont´s, damit du deinen Roadtrip weiterhin genießen kannst.


1. Anhalten


Leuchten hinter dir die Polizeisirenen auf, gibt es keinen Zweifel. Der Cop meint dich und niemand anderen. Im Gegensatz zu Deutschland fahren die Cops nämlich hinter dir und nicht vor dir. Such dir also die nächstmögliche Gelegenheit, um am Straßenrand anzuhalten.

2. Sitzenbleiben


Dein Wagen steht – und jetzt bleib einfach sitzen. Warte darauf, dass der Officer zu dir kommt. Kurbel das Fenster herunter und nimm deine Sonnenbrille ab. Das gleiche gilt für den Beifahrer.

3. Zeig her deine Hände

Krame nicht im Auto herum oder suche schon deine Papiere heraus, das könnte so aussehen, als würdest du etwas verstecken wollen oder eine Waffe suchen. Bleib einfach so sitzen, wie du angehalten hast. Positioniere deine Hände gut sichtbar auf dem Lenkrad.

4. Reden hilft

Wenn der Officer an deiner Fahrerseite steht und dich fragt, warum er dich angehalten hat, antworte ihm ehrlich. Warst du vielleicht etwas zu schnell, erkläre ihm, du bist ein Tourist, der mit den örtlichen Gegebenheiten nicht so vertraut ist. Bleibe ruhig – das ist auch nur ein Mensch.


5. Zeig her deine Papiere


Wirst du nach deinen Dokumenten oder dem Mietwagenvertrag gefragt, greife nicht einfach in deine Tasche oder das Handschuhfach. Erkläre dem Officer, wo sich diese Dokumente befinden. Frage ihn, ob du sie dort herausholen darfst. Verhalte dich passiv. In der Regel will der Polizeibeamte den Führerschein („Driver License“), Reisepass („Passport“) und den Mietvertrag für den Mietwagen („Rental Agreement“) sehen

6. Stay cool

Lass dich nicht aus der Ruhe bringen. Du hast das Gefühl, du stehst schon eine Ewigkeit am Straßenrand und alle Leute um dich herum mustern dich wie einen Schwerverbrecher. Ignoriere das – bleib cool. Du kannst die Situation nur verkürzen, in dem du ruhig bleibst. Wenn du dich aufregst, wird es das Ganze nur in die Länge ziehen und erweckt den falschen Eindruck.

7. Stay serious

Bitte erzähle keine Polizeiwitze oder erkläre ihm, wie in Deutschland mit solchen Situationen umgegangen wird. Fühlt sich der Officer nicht ernst genommen, kann sich die Situation verschärfen


8. Strafe muss sein


Wer dennoch ein Ticket für sein Vergehen bekommt, sollte dies per Überweisung bezahlen. Bei Bargeld kommt schnell der Verdacht auf, dass es sich um Bestechung handelt. Wer nicht bezahlt, wird spätestens bei einer Wiedereinreise Probleme bekommen.


Fun fact

In den USA wird üblicherweise nicht geblitzt, sondern geschätzt oder mit einem Handgerät gemessen. Nach der Schätzung bist du natürlich immer zu schnell. Diskussionen bringen gar nichts.

Einfache Maßnahmen

In Kanab steht ein ausrangierter Polizeiwagen mit einer Schaufensterpuppe am Straßenrand – jeden Tag an einer anderen Straßenecke. Dies animiert automatisch, die Touristen angemessen zu fahren.

Die Geschichte unserer Polizeikontrolle gibt es in der Beitragsreihe "Pleiten, Pech und Pannen" bei Kind im Gepäck zu lesen.

Den Vlog dazu findest du in unserer Roadtrip-Playlist bei Facebook.


Die amerikanischen BeamtenInnen sind mit ausreichenden Rechten und Befugnissen ausgestattet. Daher werden Kontrollen durchaus sehr ernst genommen. Und das solltest du auch tun.

Polizisten sind auch nur Menschen, die ihren Job machen – auch amerikanische. Wir haben schon öfters gehört, dass diese Begegnungen auch sehr nett sein können. Bist du vielleicht selbst ein Polizist, wirst du mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die örtliche Wache eingeladen und hast eine ganze Mannschaft an neuen Freunden.

Drive safe!


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