Fotoprojekt No. 6: Produkttest Fotobuch von Saal Digital

 

Die Erinnerung an unsere Reisen sind uns heilig. Daher muss natürlich auch in jedem Jahr ein Fotobuch her. In diesem Jahr haben wir das erste Mal ein Fotobuch bei Saal Digital bestellt.

 

Wie das Ergebnis ausgefallen ist, erfährst du hier.


Vielleicht gehörst du auch zu den Menschen, die nach dem Urlaub ihre Erinnerungen gerne für die Ewigkeit festhalten. Neben Videos und Wandbildern nutzen wir sehr gerne Fotobücher, in denen wir ausgewählte „Schmuckstücke“ des Urlaubs sammeln.

Wer hatte nun die Möglichkeit, einen solchen Dienst für dich zu testen. 

 

Wie auch schon bei dem Wandbild, haben wir die Firma Saal-Digital im Bezug auf Fotobücher genauer unter die Lupe genommen. Wir haben dabei auf Auswahl, Nutzerfreundlichkeit, Qualität und natürlich auch den Preis geschaut.

Wie wird bestellt?

Für das Layout und Design muss man bei Saal Digital, wie bei den meisten Mitbewerbern, eine spezielle Software benutzen. Diese kannst du dir kostenlos herunterladen. Vom Gestalten des Fotobuches bis zum späteren Bezahlen finden alle Arbeitsschritte in dieser Software statt. 

Auswahl

Die Auswahl an verschiedenen Fotobüchern bei Saal Digital ist uns zwar zufriedenstellend, die Auswahl eines für dich passenden Fotobuchs kann jedoch etwas undurchschaubar werden. Du hast die Wahl zwischen 3 Modellen (normal, extradick, und Softcover), je nach Modell maximal 6 Größen und 2 Papierbeschaffenheiten (matt und glänzend). Aus unserer Sicht wäre es sinnvoller, erst die Größe zu wählen und dann wie im Baukasten Einband und Papierbeschaffenheit, sozusagen als Zusatzoptionen.

Zum Vergleich: Bei CeWe (dem wohl größter Konkurrenten) gibt es 8 Größen, 6 Papierbeschaffenheiten und 5 Einbände zur Wahl, die du bequem miteinander Kombinieren (und später auch noch ändern) kannst. Die Größenauswahl bei Saal Digital reicht von 15x21 cm bis 42x28cm. 

 

Wir haben und für ein Fotobuch XT (extradick) entschieden - wobei extradick hier nicht den Einband oder die Seitenanzahl meint, sondern die Papiersorte. Obwohl in der Reihe der Modelle "Normal" (reguläres Hardcover), Softcover und XT (dickeres Papier der Innenseiten) eine andere Vermutung nahe liegt. 


Nutzerfreundlichkeit

Aus unserer Sicht ist die Nutzerfreundlichkeit des von Saal zur Verfügung gestellten Computerprogramms ein wirklicher Schwachpunkt. Das Programm ist sehr unübersichtlich, und nicht intuitiv zu bedienen. Die unermessliche Vielzahl an optisch fragwürdigen bunten Layout-Vorschlägen ist für den geneigten Hobby-Anwender deutlich überdimensioniert und verkompliziert die Bedienung stark. Es gibt 8 Kategorien (Baby, Allrounder, Familie, Hochzeit, Kids, Schlicht, religiöse Feste und Urlaub) mit durchschnittlich 4 Unterseiten und ca. 2-5 echten Seitenlayouts pro Unterseite. Ich spare mir, das hochzurechnen  oder gar nachzuzählen. 

 

 

Ich habe (ungelogen) gute 15 Minuten gebraucht, um überhaupt das grundlegende Seitenlayout (ein Vollbild pro Seite, ohne Rahmen) auszuwählen und hinzuzufügen), da man für jede einzelne Seite die Auswahl erneut aus der ganzen Vielzahl an Möglichkeiten treffen muss. Verglichen mit anderen Anbietern auf dem Markt ist das absolut nicht mehr zeitgemäß, und bedarf einer grundlegenden Renovierung. 


Qualität

Wie auch schon bei unserm Wandbild-Test von Saal Digital überzeugt die Firma durch überragend gute Druckqualität. Die Farbtreue ist hoch und auch die Schärfeanmutung auf dem matten Papier hat uns überzeugt.

 

Alle Fotobucher bei Saal kommen mit einer soganannten Layflat-Bindung, was bedeutet, dass es in der Mitte bei aufgeschlagenem Buch keine störende Falz gibt. Das ist besonders für randlose Bilder wie in unserem Fall eine gute Sache. Die einzelnen Seiten unseres XT-Buches sind ebenfalls sehr dick und man spürt die Fotopapier-Qualität. Es fühlt sich eher an wie ein Bilderbuch, als ein klassisches Fotobuch. Die Fotografien kommen hervorragend zur Geltung

 

Leider hat man beim Entwerfen des Covers nicht gesehen, wo welche Falzkante verläuft. So ist jetzt im Ergebnis das Titelbild der Vorderseite 1 cm auf dem Buchrücken mit angedruckt.

Positiv ist aber der kleine Code auf der Rückseite des Fotobuchs. Bei anderen Anbietern prangt dieser groß in der Mitte der Rückseite. Hier ist dieser schön dezent an der Seite.


Preis

Qualität hat bekanntlich ihren Preis. Wir haben für 14 Seiten (28x19 cm) auf dem 600 g/qm- Fotokarton 37,95 € gezahlt. Das ist ganz stattlich, aber für die Bildqualität durchaus im Rahmen. Im ähnliches Format (28x21 cm) kosten 26 Seiten bei CeWe 52,95 €. 

 

Ein Vergleichsfotobuch (Standard-Hardcover, glänzendes Fotopapier, 26 Seiten)  im Format 21x28 cm kostet bei Saal Digital 34,95 €. Das selbe Produkt bekommt man bei CeWe 10 € günstiger, also für 24,95 €. Für ambitionierte Fotografen ist dies sicherlich ein Aufschlag, der sich gemessen an der hervorragenden Bildqualität lohnt. 

Fazit

Die Qualität spricht eindeutig für ein Fotobuch für Saal Digital, auch wenn das Konzept und die technische Umsetzung uns nicht überzeugt haben. Aus unserer Sicht ist die Zielgruppe eher professionellerer Natur. Für diese Anwendergruppe sind die wenig professionellen und nicht zeitgemäßen Design-Templates eher überflüssig. 

 

Der Bestellprozess verlief ohne Komplikationen und die Lieferung erfolgte schnell - hier sind andere Anbieter allerdings ähnlich gut aufgestellt. 


 

 

Wir würden wieder ein Fotobuch bei Saal Digital bestellen, wenn wir ein eher professionelles Projekt realisieren wollen, bei dem die beschriebenen Einschränkungen hinter der tollen Qualität zurückstehen. 


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