Fast Food oder wie es in den USA auch anders geht

In unserem Weltbild über die USA ist der Begriff Fast Food nicht mehr wegzudenken. Hamburger, French Fries, Chicken Nuggets, Pizza, die Folge ist endlos– in den USA ist Essen rund um die Uhr verfügbar. Du kannst zu jeder Uhrzeit in den Supermarkt gehen und dir für die Arbeit frittierte Hühnchenschenkel mitnehmen, oder fährst schnell durch den Drive Thru und holst dir neben deinem Kaffee auch gleich das Frühstück.
Gutes Essen ist sicherlich auch eine Preisfrage. Wenn du für 5 Dollar ein komplettes Maxi-Menü bekommst, wieso solltest du dann noch mehr Geld für „richtiges“ Essen ausgeben?
Taste the difference“ so bewirbt Coca Cola ihre zuckerhaltigen Getränke. Trifft das auch auf die anderen Lebensmittel zu? JA, du schmeckst den Unterschied, gerade zwischen Fast Food und “richtigem” Essen. Wer im Urlaub viel wandert, braucht Energie. Der Körper läuft zur Höchstform auf und muss dich am Ende dahin tragen, wo du am Berggipfel stehen kannst. Wieso solltest du ihm nicht etwas Gutes gönnen?
Über die Jahre hinweg haben wir im Alltag unsere Ernährung und die Gewohnheiten umgestellt. Wir haben uns zuerst gefragt. Wie soll das in den USA gehen?! Ein Kinderspiel! Wir kaufen unsere Nahrungsmittel hauptsächlich in der Biosupermarktkette Whole Foods ein. Mittlerweile sind diese in x-Staaten vertreten. Das Sortiment ist unfassbar: von Obst über Gemüse, zu Fleisch und Fisch, Buffet, Bakery, Kosmetik, etc. eben ein ganz normaler (riesiger) Supermarkt, aber alles Bio und vieles vegan. Wir könnten uns stundenlang in dem Markt aufhalten!
Wenn du einen Apfel sogar schon geschnitten kaufen kannst ,wieso solltest du dann noch selbst kochen?
Weil es um das Erlebnis geht.
Wir haben uns angewöhnt, die öffentlichen Grillplätze zu nutzen. Im Gegensatz zu uns Deutschen, grillen die Amerikaner gern in Gemeinschaft an öffentlichen Orten. Während wir auf dem heimischen Balkon die Steaks auf den Grill werfen, lieben es die Amerikaner in Rudeln auf Picknickplätzen einzufallen und dort mit mehreren Familiengenerationen und Kühlboxen zu essen und stundenlang zu verweilen.

Schon oft haben wir es erlebt, wie wir uns auf den Grillplätzen eingerichtet haben, wie neidisch (und bestimmt sehr hungrig) die anderen Touristen nach unserem Essen gegiert haben.

 

Equipment:
  • Einweg-Aluschale (wer möchte sein Steak schon direkt auf den Grill legen?)
  • Holzkohle (im Idealfall ist diese bereits mit Grillanzünder getränkt)
  • Grillanzünder (falls 2. nicht zutrifft)
  • Streichhölzer / Feuerzeug
  • Grillgut
Das ist außerdem eine tolle Gelegenheit, wie du mit deinem Banknachbarn ins Gespräch kommen kannst.
In den letzten Jahren haben sich folgende Ketten zu unseren Lieblingen entwickelt:

Chipotle - The Mexican Grill

Die Zubereitung ist frisch, vor Ort wird das Fleisch gegrillt, die Salsa-Sauce angemacht und die Guacamole hergestellt. Alle Lebensmittel sind GMO-free.

In n Out Burger

Die Karte ist bewusste klein gehalten. Die Pommes sind nie tiefgefroren gewesen. Gehen super auf Allergiker ein und reinigen notfalls vorher die Grillstation.


Immer wieder stoßen wir allerdings auf kleine Schätze, die uns begeistern.
Wie zum Beispiel die Local Juicery in Sedona, die cold-pressed und organic Juices und kleine Snacks anbieten. Der Laden ist sehr liebevoll eingerichtet und der Inhaber hat uns mehr zufällig als gewollt auch schon die „Küche“ gezeigt.
In Escalante im GSNEM gibt es den Mercantile and Natural Grocery, an dem wir jahrelang ahnungslos vorbeigefahren sind. Die Besitzerin kommt urspründlich aus Kalifornien, wollte in Escalante leben, aber nur, wenn sie sich so ernähren kann, wie sie will. Also hat sie selbst einen Laden eröffnet, in dem es selbstgebackenes Brot (sooo delicious) und andere tolle Lebensmittel gibt.
In allen größeren amerikanischen Städten geht seit Jahren der Trend zu vollwertiger, gesunder Ernährung. Jeder hat sicherlich seine eigene Vorstellung davon, was gesund ist (Vegetarisch, Vegan, Low Carb, High Carb, etc.). Aber du kannst es immerhin kriegen! In den anderen Teilen der USA, die weniger erschlossen sind, ist das mit der Nahrungsaufnahme manchmal ein Problem. Aber mit der richtigen Vorbereitung kann man ein paar Tage auch dort überstehen.
Sei gut zu dir selbst und tu deinem Körper was Gutes -er hat auch Urlaub!

du bist, was du isst!

Disclaimer: Pssst.... wir gönnen uns aber natürlich auch mal ein bisschen Fast Food

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Was esst ihr am liebsten in den USA?

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