Las Vegas - Liebe auf den 2. Blick

Es ist egal, mit wem ich über meine liebsten Orte in den USA spreche, komme ich auf Platz 3 oder 4 meiner Hitliste an, runzeln viele die Augenbrauen und sogar Personen, die mich näher kennen 

(und es eigentlich besser wissen müssten) denken: Aha, der Partywütige. So let’s talk about Vegas, nur um mal mit dem Klischee aufzuräumen:

Ich erinnere mich noch, als sei es gestern gewesen, Imke und ich saßen über den Planungen für den anstehenden Urlaub und 

spielten verschiedene Routenoptionen im Kopf und auf der Karte durch: PHX, LAX, SFO, SAN, SLC... irgendwie lag kein Flughafen für die ausgedachte Route so günstig wie Las Vegas. Ich war zu dem Zeitpunkt noch nie in Vegas, Imke war mir da etwas voraus und ermutigte: “das ist schon ok, für eine Nacht oder zwei auf der Durchreise”. Gut 4-5 Jahre später haben wir zusammengerechnet bestimmt mehr als einen Monat Lebenszeit in Las Vegas verbracht - was war passiert?


Las Vegas ist wirklich ein genialer Ausgangspunkt für Roadtrips in der südwestlichen Wüste. Utah, Arizona, New Mexico, sogar die Küste Kaliforniens lässt ich mit einem Tag Fahrt erreichen. Abgesehen davon bietet Las Vegas viel, blickt man hinter die Kulissen betrunkener, spielsüchtiger, junggesellen-abschied-feiernder Amerikaner, die ganz aus dem Häuschen sind, dass sie mal ein Bier in der Öffentlichkeit trinken dürfen (allerdings nicht nach 10 p.m. am Pool).

 

Pull-Faktoren von Las Vegas | Top 5

1. DIE Lage aus Ausgangspunkt für weitere Routen-Abschnitte

 

2. Die Natur um Vegas herum ist gigantisch und vielfältig:

Der Valley of Fire SP, die Lake Mead NRA, der Cathedral Gorge SP, ja selbst der von Touristen überlaufene Red Rock SP bietet Etwas abseits der eingetrampelten Pfade. Schneespaziergänge, Hitze, Hiking, Bootsfahrten- irgendwie ist fast alles möglich (sicherlich etwas abhängig von der Jahreszeit.

3. Das Leben in LV ist einfach - für Touristen: Die Vielfalt der Natur wird nur noch von der Vielfalt der Lebensgestaltung in der Stadt getoppt. Restaurants, Shoppingmalls, (Bio-)Supermärkte, für jede Nische ist etwas gegeben und alles ist leicht (und immer) zu erreichen.

 

4. Übernachtungen: Man kann in Sachen Hotels viel falsch machen in Las Vegas. So manches Hotelbett hat sie Sünde von “Sin-City” wahrlich gelebt (und auch die Couch, der Esstisch, der Fussboden, das Bad, tbc.). Gerade aber in der Off-Season sind Übernachtungen in Las Vegas ein inneres Blumenpflücken. Das massive Angebot von Hotels und Motels sorgt (besonders unter der Woche) für gespenstisch niedrige Preise. Ein wirklich vernünftiges 3-Sterne-Hotel in Stripnähe für 30 EUR/Nacht oder eine 5-Sterne-80qm 2-Zimmer-Suite für 90 EUR/Nacht - jeder kommt hier auf seine Kosten. Unvorstellbar das das selbe 30-Euro-Hotel am Wochenende oder in der High-Season für mer als 150 EUR/Nacht angeboten wird. Gut beraten ist also, wer weise plant und früh bucht... Dieses Jahr haben wir uns das erste Mal auch in Vegas für ein AirBnB entschieden.

 

5. Na gut - der Strip: Den Strip ganz außen vor zu lassen wäre etwas unehrlich. Mal für eine Nacht die unvorstellbare Summe von 20 USD an 1-cent-Slotmachines in diversen Casinos mit einem (oder zwei - mehr denn aber auch nicht, wir wollen ja keinen Spass) alkoholhaltigen Kaltgetränken zu verbringen und dabei dem nächtlichen Treiben zuzusehen, macht einfach Spass.... !


 

Falls du also im Unklaren bist, ob Vegas was für dich ist, schreib einfach

- wir geben gerne Auskunft.

Das gleiche gilt auch für Outdoor- und Hoteltipps.



Und immer daran denken, getreu dem Hangover-Motto:

Manche kommen mit Vegas einfach nicht klar.

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