Unterwegs auf Dirtroads durch den Südwesten

Mai 2018

Der Titel sagt es schon. Auf diesem Trip sind wir auf so vielen staubigen Pisten unterwegs gewesen wie noch nie. Bei der Gesamtkilometeranzahl auch kein Wunder - wir haben echt eine Menge Meilen gerissen. Aber dafür haben wir auch echt eine Menge gesehen. Zusammengefasst hatten wir nur zu Beginn und zum Ende Stadt - der Rest war mehr oder weniger Natur pur oder kleinere Ortschaften. Und das war tatsächlich etwas ungewöhnlich. Grob gesagt haben wir uns zwei Wochen in Utah und eine Woche in Arizona aufgehalten. Die paar Tage Las Vegas und New Mexico und Colorado waren nur Durchreisepunkte für uns.

Das Hauptaugenmerk lag auf der Natur. Und wir wurden wieder einmal davon überzeugt, wie unverwechselbar abwechslungsreich dieses Land ist. Eingestellt haben wir uns auf rote Felsen. Und natürlich haben wir diese auch gesehen. Noch dazu aber gelbe, orange, fast weiße, blau schimmernde und sogar richtig schwarze. Wir standen knöcheltief im Schnee am Aussichtspunkt im Cedar Breaks National Monument und ein paar Stunden später wieder mit Flip Flops vorm AirBnB in Kanab. In Arizona haben wir am Canyon Lake Muscheln gesammelt, sind in Price 70 Meilen Dirtroad am Stück gefahren und haben dabei zum ersten Mal Pronghorn Antilopen gesehen. Diese Sätze könnten gefühlt noch ewig weiterlaufen, denn eines ist klar. Wir haben eine Menge erlebt.



Fakten

Länge: 21 Tage

Strecke: 5.600 km

Staaten: NV, UT, CO, NM, AZ

 

Unsere Route im Überblick

Unsere Route findest du hier digital



Überblick & Highlights

Worauf wir uns am meisten gefreut haben?

Auf viele Orte abseits der touristischen Hotspots.

 

Ob uns das gelungen ist?

Sogar besser als wir dachten! Bis auf den Besuch im Arches und Capitol Reef National Park haben wir uns eher an Plätzen aufgehalten, die von Locals besucht werden oder scheinbar noch völlig unentdeckt geblieben sind.

Was hat uns am meisten beeindruckt?

  • Ein gigantisches Lichtschauspiel der Extraklasse zum Sonnenuntergang am Dead Horse Point.
  • Scheinbar ein echter Geheimtipp: Entdeckungstour im Pine Park.
  • Ein absolut friedlicher, spiritueller und inspirierender Sonnenaufgang im Amitabha Stuba & Peace Park in Sedona.
  • Abenteuerliche Fahrt und "cooler" Hike durch den Onion Creek bei Moab

Dead Horse Point State Park
Einer der spektakulärsten Sonnenuntergänge unseres Lebens am Dead Horse Point

Übernachtungen


  • Las Vegas - Aria Resort (3)
  • St. George - AirBnB (3)
  • Cedar City - La Quinta Inn (1)
  • Torrey - AirBnB (2)
  • Price - Holiday Inn (1)
  • Moab - AirBnB (3)
  • Gallup - Best Western (1)
  • Sedona - AirBnB (3)
  • Phoenix - AirBnB (2)

Genauere Details und eine Bewertung der Unterkünfte gibt's in

unserem Hotelcheck oder bei Tripadvisor.



Ein paar Einblicke...


Das haben wir gemacht

  • In Las Vegas haben wir uns für den Roadtrip ausgestattet: Kühlbox und Co fanden ihren Platz in unserem Mietwagen. Aus der Stadt sind wir am zweiten Tag gleich geflüchtet. Einen kurzen Abstecher in den Red Rock und einen Tagesausflug in die Spring Mountains haben uns die Stadt ertragen lassen.
  • Für St. George haben wir uns richtig viel Zeit genommen. Der Snow Canyon State Park hat uns wirklich begeistert, genauso wie die Yellow Knolls.

  • Cedar City war ein kurzer Zwischenstopp für das Cedar Breaks National Monument. Überraschenderweise war der Park noch gesperrt - aufgrund des vielen Schnees! Die Cottonwood Canyon Road haben wir in diesem Jahr komplett durchfahren.

 

  • In Kanab verbrachten wir erneut wundervolle Tage. Der Yellow Rock hat uns nicht nur tolle Fotomotive, sondern auch viele blaue Flecken beschert.

 

  • Rund um den Capitol Reef National Park haben uns zahlreiche Dirtroads und Hikes echt begeistert. Wir haben uns in den National Park sehr verliebt und kommen bestimmt nochmal wieder.
  • In der Nähe von Price haben wir den kleinen Bruder des Grand Canyon gesucht und gefunden.

 

  • In Moab haben wir uns dieses Mal richtig Zeit gelassen. Unter anderem haben wir den Fisher Towers einen Besuch abgestattet und uns im Onion Creek nasse Füsse geholt.
Unterwegs Geburtstag feiern
Unterwegs Geburtstag feiern
  • Auf dem Weg nach Gallup sind wir durch sehr viel Nichts gefahren, haben aber auf dem Weg von Gallup nach Sedona haben wir uns den Petrified Forrest NP und den Little Painted Desert CP nicht entgehen lassen.

 

  • Sedona, ach Sedona... hier gehören wir hin. Die vier Tage hier haben wir so richtig in vollen Zügen genossen. Wir sind viel gewandert und haben auch viel relaxt. Eindrucksvoll war auf jeden Fall die Birth Cave. 

 

  • Nochmal auf den Apache Trail und in den Lost Dutchman SP, das war der Plan für Phoenix. Richtig toll war, dass wir uns auch noch mit einer Bekannten treffen konnten. Ein rundum gelungener Abschluss!


Und so waren wir ausgestattet

... zum Fotografieren

Wir haben uns bei dieser Reise entschlossen, ohne Slider und Zeitraffer-Equipment zu fahren. So schön die Zeitraffer auch sind, sie binden uns für zu lange Zeit an einen Ort und währenddessen gehen uns andere tolle Fotomotive "durch die Lappen". Für einen 15 sekündigen Zeitraffer müssen wir mindestens eine Stunde "shooten". Wenn dann noch Auf- und Abbau dazu kommen sind schnell zwei Stunden weg. Zwei Stunden, in der die Sonne alles in das perfekte Fotolicht getaucht hat.

 

Unsere Fotoausrüstung findest du hier:

... zum Wandern

Zwar sind nicht alle der Regionen, die wir auf dem Trip besucht haben, ganz abseits der Zivilisation, aber "die Wildniss" beginnt manchmal schon kurz hinter dem letzten Haus.  Es kann also durchaus auch in einem Nationakpark oder gut besuchen Statepark schnell einsam werden. Und dann sind wir vorbereitet. 

 

Was wir alles dabei haben, kannst du hier sehen:



Noch mehr Einblicke


Fazit

Der Abschiedsschmerz ist natürlich immer wieder groß. Vom Land. Von den Leuten. Von der Natur. Von den vielen roten Felsen. Und doch ist eins so gewiss - wir kommen wieder. Immer wieder.

Mit der Gewissheit ließ sich so mancher Punkt auf unserer to-hike-Liste mit bestem Gefühl einfach mal "auf die nächste Reise" schieben. Weniger Streß beim Reisen, mehr genießen. Und vor allem den Tag nicht so voll Packen - das hat uns ein viel, viel entspannteres Gefühl gegeben.

So langsam kommen wir beim Reisen und beim Hiken in eine Routine. Der Ablauf strukturiert sich immer besser und wir haben das Gefühl, uns dadurch wirklich stärker auf das Wesentliche konzentrieren zu können. Das Erleben. Das ganz bewusste Sein vor Ort. Genießen, durchatmen und den Akku aufladen. Und genau das haben wir getan.


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Kommentare: 1
  • #1

    Heiko (Dienstag, 05 Juni 2018 07:38)

    Was kostet sowas?