Der Rucksack: für Hiker & Fotografen

Stativ, Slider, 2 Kameras, diverse Akkus 3 Liter Wasser... ich könnte noch länger so weitermachen. Aber fest steht: mein Rucksack braucht Stauraum.

Nach langem hin und her habe ich mich endlich für ein neues Modell entschieden. Und nach den ersten Einsätzen kann ich sagen: es war eine gute Entscheidung.

 

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Meine Entscheidung

Ohne lange drum herum zu reden – ich habe mir einen Deuter 35+10 ACTlite SL gekauft. Und ja, die SL-Line ist eigentlich für Frauen. Aber die Vorteile des schmaleren Rückens und der (für mich passenderen) Größe des SL-Rucksackes haben den Ausschlag zu Gunsten der SL-Version gegeben.

Hohe Ansprüche

Mein Leid bei der Auswahl eines für ambitionierte Fotografen geeigneten Rucksacks kannst du in voller Pracht hier noch einmal nachlesen. Wie erfüllt aber nun dieses neue Modell meine Kriterien?

Gesetzt waren für mich folgende Schwerpunkte: Stauraum, Zugänglichkeit der Ausrüstung, Trinkvorrichtung, Tragesystem und Verzurr-möglichkeiten.


Stauraum

35 Liter waren das Optimum, dass ich mir vor der Suche ausgeguckt habe. Mit dem 35+10 Liter ist das sozusagen eine Punktlandung. Check.

Zugänglichkeit der Fotoausrüstung

Bei der Bewertung habe ich mich von der Aufteilung meines LowePro leiten lassen und mir einen Rucksack ausgesucht, der einen separates Fach hat, indem die Kameras Platz finden. In diesem Fall ist es (leider nur) ein großes Bodenfach. Hierfür habe ich mir aber zwei gepolsterte und stoßfeste Kamera-Einsätze gekauft. Diese Trenneinsätze passen nahezu perfekt in das Bodenfach und sind für mich zugänglich, ohne, dass ich den ganzen Rucksack vorher leerräumen muss. Ich bin nämlich ein kleiner Rucksack-Messi... Also Ceck.



Tragesystem

Für mich ist das Tragesystem von immenser Bedeutung, auch ohne große Gewichte im Rucksack zu transportieren. Ein flaches Rückenteil, wie es viele Fotorucksäcke haben (bei denen der Rücken quasi die Klappe zur Ausrüstung ist) kam also absolut nicht in Frage. Das was ich von einem Tragesystem erwarte ist einerseits guten Tragekomfort mit ausreichender Belüftung und andererseits einen mich aufrichtenden Impuls. Die (ansonsten sehr schönen) Rucksäcke von Osprey sind für mich deshalb keine Option. Da ist mir der Netz-Rücken zu nachgiebig. Die Rucksäcke der Deuter Alpin-Serie hingegen haben einen Kontaktrücken, der mir zu steif und ungepolstert ist.

Deuter Rucksack Test
Verstellbares Rückenteil

Der ACT-Rücken meines Rucksackes hingegen schützt einerseits die empfindlichen Dornfortsätze der Wirbelsäule ausreichend, ist aber so stabil, dass ich einen Ansporn habe, gerade zu gehen.

 

Hinzu kommt, dass bei den ACT-Systemen von Deuter die Länge des Rückenteils variabel ist. D.h. sehr lange, aber dünne Menschen (genauso wie sehr kleine, aber breite) haben so die Möglichkeit das Rückenteil entsprechend ihrer Bedürfnisse einzustellen. Das würde ich mir so manches Mal auch bei Bekleidung wünschen. Wenn ich in T-Shirt in S oder XS trage, das meiner Breite gerecht wird, ist es in der Regel bauchfrei – und das kann man mögen, muss es aber nicht.

 

Also für den ACT-Rücken: Check.



Trinksystem

Das von mir gewählte Modell bietet eine Vorrichtung für ein Trinksystem, wie ich es gesucht habe. Die Trinkblase wird dabei nicht seitlich am Rucksack, sondern am Rücken in ein extra Fach eingeschoben. Der Schlauch kommt über einen der Schultergurte. Check.

Verzurrmöglichkeiten

Der 35+10 hat links wie rechts feste Schlaufen und Zurrmöglichkeiten, die Slider und Stativ fest an den Rucksack binden. Für meinen Geschmack könnten noch etwas mehr Ösen vorhanden sein, die die Verzurrung etwas flexibler machen würde. Aber das ist Jammern auf sehr hohem Niveau. Ohne bewusst einen Taktischen-Rucksack zu wählen, sind deutlich mehr Möglichkeiten vorhanden, als bei den Mitbewerbern. Also ein (zaghaftes) Check.


Währens unseres Roadtrips in einer Woche wird der Rucksack zum ersten Mal auf Herz und Nieren getestet. Ich bin gespannt, wie mein Fazit danach ausfällt.

 

Wer sich für den Deuter-Rucksack interessiert, schaut gerne hier für weitere Details.



Alternativen?!

LowePro

Nun ja, wenn du an der einen oder anderen Stelle Abstriche machen kannst oder willst, bieten die verschiedenen Modelle von LowePro nach wie vor gute „echte“ Fotorucksäcke. Ich habe ja selber lange einen benutzt. Leider haben die Modelle mittlerweile ein „für den anspruchsvollen Rücken“ zu alltägliches Tragesystem. 

Manfrotto

Aber auch Manfrotto hat mit dem Off Road ein erstes Modell für den „nicht-urbanen“ Einsatz ins Programm aufgenommen. Ein rundum solides Modell, jedoch ohne die Möglichkeit ein Trinksystem aufzunehmen.


Was habt ihr für Erfahrungen gemacht?

Was ist euch bei einem Rucksack wichtig?

Habt ihr persönliche Empfehlungen?

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