So reist du dich glücklich | Vom Finden des persönlichen Reisestils

Reisen kann manchmal ganz schön anstrengend sein - aber nur dann, wenn du nicht so reist wie es dein Stil erlaubt.

 

Auf Reisen erreiche ich schon nach kurzer Zeit den Urlaubsmodus und verschwende kaum noch einen Gedanken an den Alltag zu Hause. Aber das war nicht immer so.

 

Wie das geht, erfährst du hier.


So reist du dich glücklich

 

Nach maximal einem Tag bin ich auf Reisen im "Urlaubsmodus" angekommen.

Gedanken an den Alltag zu Hause habe ich gestrichen - viel zu anstrengend.

Jetzt ist Zeit für mich, für uns, für Loslassen.


Probier dich aus

Seit etwa 10 Jahren reise ich selbstständig durch die Welt. Was hat sich zu den Anfängen verändert? Mein erster Urlaub ohne die Eltern war ein Club-Urlaub in Ägypten. Das habe ich sicherlich gemacht, weil ich noch sehr jung war. Ich habe es gemacht, weil ich mich einfach erholen wollte. Und ich habe es gemacht, weil ich keine Lust und Geld hatte, viel in den Urlaub zu investieren. Aber es hat mein Herz nicht erfüllt.

Irgendwann kam dann die erste Reise in die USA. Ich war überwältigt. Überwältigt von den riesigen Dimensionen. Überwältigt von der Andersartigkeit. Überwältigt von der Natur, den Städten, den einsamen Landabschnitten. Ich habe sozusagen Blut geleckt. Alleine umherreisen, das war genau das, was ich wollte.

Finde heraus, was dich glücklich macht:

  • Möchtest du Club-Urlaub machen oder lieber individuell reisen?
  • Was soll dir vor Ort geboten werden?
  • Möchtest du geführte Touren besuchen oder lieber auf eigene Faust unterwegs sein?
  • Wie und wo möchtest du übernachten. Hostel oder Hotelsuite?
  • Wie möchtest du dich verpflegen: muss es ein 3-Gänge-Menü sein oder reicht auch mal ein Sandwich?

Sorge selbst für dein Glück

Ich habe mich zuerst auf andere verlassen und alles einfach "auf mich zukommen lassen". Aber das, was da kam, hat mich gar nicht glücklich gemacht. Ich habe von anderen erwartet, dass sie eher als ich wissen, was mich glücklich macht. Dass andere eher wissen, was "gutes Reisen" bedeutet. Ich habe mich damit nicht wohl gefühlt, es war schlichtweg nicht das, was ich wollte. Mein Herz hat dafür nicht geschlagen.

 

Erst als ich anfing, aktiv zu werden, hat es langsam zu pochen angefangen. Ausgiebig recherchieren, sich von anderen inspirieren lassen und dann sein eigenes Ding draus machen - das hat mein Herz zum Schlagen gebracht.

Das kannst du tun:

  • Horche in dich hinein - womit bist du glücklich?
  • Ergreife die Initiative
  • Lass dich durch andere "nur" inspirieren

Weniger ist mehr

Ich war also auf dem richtigen Weg: Individualreisen sind genau mein Ding. Die ersten selbst geplanten Reisen war ich damit voll zufrieden. Ich hatte meine Richtung gefunden. Aber Erholung? Es gibt doch so viel zu sehen. Wie soll ich das denn alles in von 3 Wochen abarbeiten?

 

Hey Moment mal, abarbeiten im Urlaub? Ja... meine Liste an Must-sees und to-dos war so lang, dass ich meist das Hotelkopfkissen nur für ein paar Stunden berührte. Morgens um 6 Uhr klingelte der Wecker, den ganzen Tag unterwegs und on the road. Abends um 23 Uhr total erschöpft im Hotel ankommen und nur noch ins Bett fallen. Klingt nicht gerade entspannend, oder?

Finde Mut zur Lücke:

  • Eine Wunschliste hilft bei der Planung und Orientierung. Mach dir vorher bewusst, dass du davon nicht alles schaffen wirst.
  • Genieße deine Unternehmungen so intensiv wie möglich - lass dir Zeit.
  • Wenn du nicht alles geschafft oder gesehen hast, ist es nur ein guter Grund, nochmal wiederzukommen.

Sei spontan

Die Zeit im Urlaub ist kostbar und sie ist begrenzt. Wenn du dir vorher alles genau überlegt hast, können dir nicht-kalkulierbare Faktoren einen Strich durch deine Planung machen. Das Wetter nimmt auf deine Pläne und Unternehmungen zum Beispiel wenig Rücksicht. Statt abzuwarten und enttäuscht zu sein, haben wir nach Lösungen gesucht. Und meistens haben wir uns dazu entschieden, unsere Reiseroute dementsprechend umzuplanen. War ein Hotel grottenschlecht und wir hatten vor, ein paar Tage dort zu bleiben - wir sind abgereist. Die Zeit ist zu kostbar, sich zu ärgern.

Umgekehrt gilt es natürlich genauso. Sitzt du gerade irgendwo in der Sonne und fühlst dich pudelwohl, musst aber eigentlich los für die Wanderung, die du machen wolltest. Ach... bleib doch einfach liegen und entspann dich!

So kannst du spontan sein:

  • Bleib da, wo es dir gefällt.
  • Reise weiter, wenn es dich nicht glücklich macht.
  • Buche Unterkünfte so, dass du sie bis 24 Stunden vorher kostenlos stornieren kannst. Mehr dazu hier.
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Mach dein Ding

Ich mach mir die Welt - so wie sie mir gefällt.

 

Es ist eine Individualreise - also mach auch eine draus! Egal, welche Urlaubsbilder andere nach deinem Trip von dir sehen wollen. Wenn du vor Ort alles über den Haufen geworfen hast, so what? Was andere glücklich macht, muss für dich noch lange nicht die Erfüllung sein.

 

Finde deinen Weg und die für dich entspannteste Reiseart heraus. Gib dir Zeit dabei, nicht alles klappt beim ersten Mal.

 

Erst wenn du deinen Reiseweg gefunden hast, wirst du auch zu 100 % damit zufrieden sein.

Der Urlaubsmodus setzt dann ganz von alleine ein.


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Kommentare: 1
  • #1

    nossy (Montag, 06 März 2017 21:16)

    Ach Urlaub... wär das jetzt scheen :)
    Ich plane im Urlaub auch immer jede menge Zeit für "nur so" ein. Damit es im Urlaub auch schön entspannt bleibt, falls man mal irgendwo länger bleiben möchte oder dergleichen.

    Was ich im Urlaub auch gerne dabei habe ist eine Liste mit Allternativ-Unternehmungen, wenn es dann doch nur Dauerregen gibt. Mal eine Regenwanderung im Urlaub ist ja ganz nett, aber den gesamten Urlaub muss ich dann nicht im Regen draußen herum stiefeln. ;) Da suche ich mir dann doch lieber schon zu Hause Allternativen heraus wie Museen, Galerien, schöne Gebäude und und und. Eine Papierliste rettet mich dann auch, falls es vor Ort kein Internet gibt oder der schmale Reiseführer nicht genug zur Auswahl hat.

    Viele Grüße, nossy