St. George - Pine Park

Für diese Plätze brennen wir innerlich.... Komm mit uns nach Pine Park - einem unserer Highlights des letzten Roadtrips.

 

Es gibt Orte, die nehmen wir uns vor zu besuchen, ohne dass wir sie kennen oder eine genaue Vorstellung von ihnen haben. Einfach ein paar Fotos und eine mehr als schlechte Wegbeschreibung, dass ist alles, was wir über diesen Besonderen Ort im Grenzgebiet zwischen Utah und Nevada vorher recherchieren konnten. Aber wie es werden würde, und ob wir das Areal überhaupt finden würden – wir wussten es nicht. Aber wir waren fest entschlossen, es zu versuchen.


Der Plan

Einen gesamten Tag haben wir dafür eingeplant, um von St. George aus Pine Park zu suchen, zu finden und im Anschluss weiter nach Cedar City zu fahren.

 

Ein mehr als verwirrend geschriebener Artikel, ein paar Bilder von Google Maps und ein mit Sprit, Essen und Trinken voll ausgerüstetes Auto – und schon ging’s los.

 

Vorher mussten nur noch kurz Allrad und Differentialsperre getestet werden, denn in der Region war das Wetter unbeständig. Im Cedar Breaks lag hoch Schnee, In St. George hat es geregnet... Alles in allem schwierige Voraussetzungen für einen Erkundungstrip. 



Die Location

Mit gebesserter Wettervorhersage für den Tag machten wir uns auf den Weg Richtung Enterprise und von dort weiter nach Süd-Westen. Circa  12 Meilen nach Verlassen des Ortes reißt uns ein scharfes Rumpeln aus der Monotonie der Straße – dann Staub im Rückspiegel – die Dirtroad hat und endlich wieder.

 

Und tatsächlich, es hat auch hier offenbar vorher geregnet. Unsere Reifen ziehen tiefe Furchen in den feuchten Matsch, der wohl vor dem Regen einmal Straßenbelag war. Meter um Meter spritzt der sandig-lehmige Dreck an unser Auto und überzieht es mit einer dicken Schmutzschicht...   

Große und dichtgewachsene Büsche zur Linken, Pinien zur Rechten, schwer vorstellbar, das sich hier in diesem Grün irgendwo das verbergen soll, was wir suchen. Aber wie aus heiteren Himmel sehen wir plötzlich schneeweiße Flecken durch die Büsche schimmern. Wir können es kaum erwarten, parken das Auto am Wegesrand, schnappen uns die Kamera und los geht’s. Fasziniert streifen wir umher, bevor wir einige Autominuten weiter in Richtung des stillgelegten Campingplatzes das finden, was wir gesucht haben. Ein Tal voller weißer Felshügel. Sporadisch bewachsen mit Pinien im kontrastreichen, statten grün. Die weißen Cones und Needels sind die Überbleibsel einer verwitterten Ascheschicht, die an einigen Stellen bis zu 300 Meter dick ist.


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Kräftige Farbtupfer finden sich überall am Wegesrand
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Zum Glück gerade etwas trockener - die Dirtroad

Auch der Abstieg in das kleine Tal hat sich absolut gelohnt. Wir können uns in Ruhe alles aus der Nähe ansehen und entdecken auch einen kleinen (wirklich mini) Slot Canyon. Und alles ohne auch nur einer anderen Menschenseele begegnet zu sein. Erst später zurück in Enterprise kommt langsam wieder etwas Leben auf die Straße. Wobei bei nur knapp 1800 Einwohnern ist auch das Örtchen keine florierende Metropolregion.

 

Knapp eine Stunde brauchen wir, eher wir das Ortsschuld on Cedar City passieren. Ein Tag, der sich wirklich gelohnt hat.

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Panoramablick in das kleine Tal voller weißer Hügel und grüner Pinien
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Die wahren Größenverhältnisse täuschen leicht...
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einige Asche-Felsen sind leicht gelblich verfärbt und weisen eine starke Struktur auf

Nochmal wiederkommen?

Vielleicht...

Was es für und ausgemacht hat ist vor allem die Kombination aus Abgeschiedenheit, Wildniss und schöner Natur. Ein Ort, an dem wir ganz loslassen konnten. Allerdings auch kein Ort, der besonders abwechslungsreich ist oder durch ein weit verzweigtes Trailsystem überzeugt. Dennoch kommen wir bestimmt irgendwann hierher zurück. 

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