St. George - Scout Caves

Während der letzten Reisen hat uns St. George wirklich in seinen Bann gezogen. Hier gibt es so viel zu bestaunen - die Natur ist schlichtweg atemberaubend. Besonders imposant ist das Red Cliffs Desert Reserve. Hier gibt es einiges zu entdecken!

 

Dieses Mal wagen wir uns in die roten Felsen Utahs, genauer erkunden wir Höhlen nahe St. George. Ein unverwechselbares Panorama mit jeder Menge Hikingspass.


Red Cliffs Desert Reserve

Höhlen in den Sandsteinfelsen üben auf uns eine ganz besondere Faszination aus. Einerseits geben sie das Gefühl von Schutz, andererseits lassen sie das vorherrschende Panorama in einem herrlichen Rahmen erscheinen.

 

Deshalb waren wir ganz gespannt auf die Scout Caves. Circa 15 km außerhalb von St. George und etwas südlich des Snow Canyon SP (außerhalb der Fee Area) gelegen bieten sie eine geniale Aussicht auf die Szenerie des Red Cliffs Desert Reserve - und sind natürlich einen Hike mit Aussicht auf einen genialen Panoramablick wert.

 


Das großes Naturschutzgebiet, das mehrere kleine Schutzgebiete verschiedener Träger zusammenfasst, hat sich als Ziel gesetzt, die dort lebende, strak bedrohte kalifornische Wüstenschildkröte zu schützen. Auch die Red Cliffs NCA, wie auch der Snow Canyon SP sind Bestandteile dieses Verbund-Gebietes.


Der Trail

Der ca. 4,5 km lange Hike ist in weiten Teilen einfach - mit einigen kleineren Auf- und Abstiegen. Nur im letzten Drittel geht es zum Teil recht steil bergauf, allerdings nur ein kurzes Stück.

 

Den Trailhead teilt sich der Scout Caves Trail mit dem des Johnson Canyon. Dieser ist zwar halbjährlich aus Artenschutzgründen gesperrt, lasst euch von den Schildern am Trailhead hier aber nicht abschrecken. Die Sperrung betrifft nicht den Scout Caves Trail.

Zu Beginn führt der Trail rund 1,5 km in südöstliche Richtung, bevor es noch einmal einen guten Kilometer ostwärts geht. Es geht über ein Lavafeld, hinab in einen Wash und diesen entlang, bis eine relativ neu gebaute Wohnsiedlung den Weg geradeaus versperrt. Hier geht es ca. 90° nach links weiter und langsam immer weiter den Berg hinauf. Während der Wanderung haben wir uns immer mal wieder gefragt, wo genau sich die Höhle wohl befinden mag. Haben wilde Vermutungen angestellt und sie auch gleich wieder verworfen. Ein Ausmachen der Höhle ist tatsächlich erst kurz vor Erreichen des Ziels möglich.


Schaut euch gerne unser Video von dem Hike an. Und wenn ihr es noch etwas genauer braucht und GPX-Daten für eure Wanderung haben wollt - kein Problem, schreibt und einfach, wie teilen gerne.

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Lava und Sandstein am Scout Caves Trail

Die Höhle

Nie lagen wir mit unserer Vermutung richtig. Aber kurz bevor der letzte steile Aufstieg beginnt, ist sie auf einmal klar erkennbar. Oder besser: sind sie auf einmal alle klar erkennbar. Denn es gibt mehrere Höhlen und Felseinbuchtungen, die hier nebeneinander liegen. Circa 250 Fuss geht es hier nun bergauf ... erst einigermaßen entspannt, denn schon etwas steiler. Das spüren auf jeden Fall die Waden!

Aber kaum sind die letzten Meter geschafft, wird uns bereits beim Umdrehen klar, warum die Höhlen Scout (deutsch: Späher) im Namen tragen. Der Ausblick über das Tal ist wirklich gigantisch. Es braucht nicht viel Phantasie, um sich vorzustellen, wie es hier gewesen sein muss... im Verdeck auf der Lauer liegen und das Vorfeld beobachten.

Wir genießen den Ausblick mit einem kühlen Getränk - im Schatten der großen Höhle. Nachdem wir die große Höhle ausreichend erkunden haben und einige Fotos geschossen haben, sind wir (in Blickrichtung talwärts) nach rechts noch weiter in die nächsten zwei "Höhlen" gelaufen, die im Vergleich nur noch wie ein Überhang wirken. Es ist gut zu erkennen, wie hier einige Sandstein-Stücke aus dem "Dach" der Höhle gebrochen sind. Im Vergleich zur großen Höhle ist es relativ gerölllastig. Also Vorsicht beim Gehen und nicht so oft den Blick nach oben schweifen lassen.

Am spektakulärsten war für uns tatsächlich die größte Höhle. Für Fotos formt sie einen unnachahmlichen Rahmen um das bezaubernde Panorama des Jarvis Peak und Santa Claras. 



Nochmal wiederkommen?

Vielleicht. 

Wir könnten uns gut vorstellen noch einmal zum Sonnenuntergang oder sogar nachts zurück zu kommen. Auch wenn die Erdarbeiten um Santa Clara nichts gutes verheißen. Es könnte sein, dass die gegenüberliegende Seite des Tals nun mehr und mehr bebaut wird. Wenn sich die Möglichkeit ergibt. würden wir wohl demnächst noch einmal einen Abstecher hierher machen! 

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