St. George - Snow Canyon State Park

Klein aber fein – so ließe sich der Snow Canyon State Park schnell und treffend beschreiben.

 

Im Jahr 1958 wurde dieser kleine State Park im südwestlichen Utah erschaffen. Er ist nur ca. 3.000 Hektar groß und nimmt damit gerade mal ungefähr 17% der Fläche des bekannten Valley of Fire State Park in Nevada ein. Dennoch gibt es hier einiges zu entdecken, sodass ich ein Besuch wirklich lohnt, nicht nur durch die unmittelbare Nähe zu St. George, sondern auch wegen der spektakulären Natur.


Snow Canyon State Park

Der Park liegt wie gesagt in Utah, und zwar im Washington County, genauer nördlich der der Stadt Ivins die ihrerseits Teil der St. George Metropolregion ist. Er hat zwei Eingänge - einen nördlichen und einen südlichen. Beide sind über regulär befahrbare Straßen passierbar. Der südliche Eingang grenzt direkt an die Stadt und ist über den Snow Canyon Drive erreichbar. Diese Straße ist die einzig asphaltierte (und auch die einzige für Verkehr zugelassene) Straße im Park und führt vom südlichen zum nördlichen Eingang einmal quer durch den Park, bevor sie nach ca. 4 Meilen außerhalb des Parks auf die State Route 18 einmündet.

 

Der Park umfasst einen Campingplatz mit 30 Stellplätzen – Backcounty Camping ist nicht gestattet. Ansonsten gibt es einige Grill- und Picknickplätze, sowie Toiletten.  


Der Snow Canyon State Park ist Teil des Red Cliffs Desert Preserve (ein großes Naturschutzgebiet, das mehrere kleine Schutzgebiete verschiedener Träger zusammenfasst), welches sich sich als Ziel gesetzt hat, die dort lebende, stark bedrohte kalifornische Wüstenschildkröte zu schützen. Auch die Red Cliffs NCA, ist Bestandteile dieses Verbund-Gebietes.


Natur pur

Geologisch gesehen liegt der Park liegt auf der Grenze zwischen dem Great Basin, dem Colorado Plateau und der Mojave Wüste. Die Szenerie ist dementsprechend wunderschön vielfältig und hauptsächlich geprägt durch roten und weißen Navajo Sandstein. Wie in der gesamten Region herrscht das Klima der Hochwüste Utahs über den Park, dessen höchste Erhebung ca. 1.500 Meter hoch ist. So ist auch Pflanzen- und Tierwelt von Wüste geprägt: Yuccas, Kakteen und Salbeibüsche werden von Kojoten, Skorpionen, Gila-Monstern, Wüstenschildkröten und anderen für die Region typischen Bewohnern durchstreift. 

Die 13 Trails eignen sich für Wanderungen und für Mountainbikes. Die Länge der Trails variiert von 0,5 bis 8 Meilen Länge.

 

Besonders bekannt ist Jennys Canyon, der kürzeste Trail des Parks und führt in einen kurzen Slot Canyon. Einige der Trails lassen sich gut kombinieren. So sind wir den Butterfly, Petrified Dunes, Hidden Pineon und einen Teil des Three Ponds Trail zusammen gelaufen.


In dem kurzen Video kommt die Schönheit des Parks ganz gut zur Geltung, auch wenn das Wetter anfänglich etwas schüchtern war. Hier könnt ihr die Trail Map des Parks herunterladen

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Faszinierende Aussicht im Snow Canyon State Park

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Farbtupfer durch eine Kaktusblüte

Johnson Canyon Trail

Und die Namen täuschen nicht - es gibt eine größere Sanddüne und auch versteinerte Dünen genauso wie erkaltete Lavaflächen im Park.  

 

Häufig wird ein ganz besonderer Trail im selben Atemzug mit dem Snow Canyon SP genannt. Der Johnson Canyon. Der Trailhead liegt jedoch außerhalb des Parks und der Trail ist somit nicht in dem gebührenpflichtigen Bereich. Den Startpunkt für eine Wanderung teilt sich der Johnson Canyon mit dem des Scout Caves Trail.

 

Sowohl der Jenny’s Canyon als auch der Johnson Canyon sind einige Zeit im Jahr gesperrt. Der Johnson sogar die meiste Zeit des Jahres (März bis Oktober). Der Grund hierfür liegt im Schutz des Lebensraumes bedrohter Tierarten.

 

Trotz der geringen Größe lässt sich in diesem Park bequem ein halber Tag verbringen.

 



Amphitheater im Norden

Zum Abschluss unseres Besuches haben wir noch das White Rocks Natural Amphitheatre bewandert. Dieses durch weißen Sandstein eingefasste Senke erinnert tatsächlich stark an ein Amphitheater. Dieses lässt sich entweder von Norden  über einen 2 Meilen langen Rundweg erreichen, oder von einem Parkplatz etwas weiter südlich im Park über einen dann 4 Meilen langen Rundweg. Der nördliche Trail head befindet sich direkt an der Grenze des Parks an der SR 18.

Von hier geht es über eine Ebene direkt auf die massiven weißen Felsen zu. Leider begann es bei unserem Besuch stark zu regnen, sodass wir weniger Zeit hatten, als gedacht, das Amphitheater zu erkunden.    


Nochmal wiederkommen?

Vielleicht. 

Wir könnten uns gut vorstellen noch einmal zum Sonnenuntergang zurück zu kommen. Wir hatten durch das aufziehende schlechte Wetter doch weniger Zeit, als geplant. Das einzige Problem ist, dass es in der Region so unvorstellbar viel zu entdecken gibt, dass ein reger Konkurrenzkampf in unserer to-do-Liste vorhanden ist...   

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