Das 1. Mal ... auf dem Highway 1

 

Wie ist es wirklich, die wohl bekannteste Küstenstraße der Welt entlangzufahren?

Neben zahlreichen Infos und Tipps für Unternehmungen auf und um den Highway, erfährst du auch, welchen Fehler Before we die heute noch bereuen.

 

Lust auf Meer?



Stellt euch bitte kurz vor. Worüber schreibt ihr?

Wo kann man von euch lesen?

Aloha, mein Name ist Katrin und ich schreibe zusammen mit meinem Partner Christian auf unserem Blog BeforeWeDie.de über unsere Reisen.

 

Wir sind ziemlich vernarrt in die USA und waren bereits in New York, im Südwesten und bald auch in Florida. Wir lieben Roadtrips genauso wie Städtetrips, suchen uns immer wieder kleine Abenteuer und haben einen leichten Knall, was weiße Traumstrände angeht. Im Grunde zieht es uns immer wieder an Orte, die fotografisch etwas Besonderes sind. Dass die USA hier die komplette Palette von Wüsten über Berge bis hin zu karibischen Stränden abdecken können, brauchen wir euch sicher nicht zu erzählen. Das ist Grund genug für uns, immer wieder zu kommen.


Welches 1. Mal … stellt ihr uns vor?

Wir stellen euch den Highway 1 vor – die weltberühmte Straße entlang der kalifornischen Pazifikküste.

 

Der Highway 1 beginnt nördlich von San Francisco und führt über gut 1.000km bis ganz in den Süden von Kalifornien nach Dana Point. Auf diesen 1.000km begegnet dir landschaftlich alles, was du dir nur erträumen kannst: Berge, Meer, Wälder, schroffe Felsküsten, steile Klippen und hinter jeder Kurve ein neues Panorama, das dich nicht mehr aufhören lässt zu staunen.

Quelle: Wikipedia
Quelle: Wikipedia

Der Highway 1 ist schlicht unglaublich.

 

Der am stärksten befahrene Abschnitt ist der zwischen San Francisco und Los Angeles und das ist auch der Abschnitt, der sich landschaftlich am meisten lohnt.



Habt ihr euch

darauf vorbereitet?

Ja, wir haben ein Auto gemietet! Spaß beiseite… jein. Als wir unseren Roadtrip durch den Südwesten der USA geplant haben, stand für uns von Anfang an fest, dass wir sowohl San Francisco als auch L.A. sehen wollen. Der Highway 1 verbindet die beiden Metropolen miteinander, es stand also gar nicht zur Debatte, ob wir ihn fahren oder nicht.


Bei einem Roadtrip ist schließlich der Weg das Ziel und der Highway 1 ist eine der schönsten Straßen der Welt, das wollten wir uns nicht entgehen lassen. Besondere Vorbereitung braucht es dafür nicht, aber ein wenig Planung: Wir haben uns vorab natürlich informiert wieviel Zeit man einplanen sollte, ob eine Übernachtung notwendig ist und falls ja wo, was man unterwegs auf der Strecke so sehen und machen kann. Das sind Punkte, mit denen du dich vorher wirklich beschäftigen und dir einen Plan machen solltest. Glücklicherweise bist du dabei sehr flexibel, je nachdem wieviel Zeit du persönlich für den Highway 1 hast.

 

Ganz wichtig zu wissen: Entlang des Highway 1 ist streckenweise nichts. Wirklich nichts. Kein Supermarkt, keine Tankstelle, keine Hotels. Bereite dich entsprechend vor und fahr mit vollem Tank, gefülltem Magen und genug Proviant an Bord los. Auch die Unterkunft solltest du nicht spontan buchen, da die Strecke je nach Jahreszeit stark befahren und die wenigen Unterkünfte entsprechend ausgebucht sind.


Du bist vor Ort: wie ist es wirklich – Vorstellung vs. Realität?

Ich kann dazu nur eines sagen: Die Vorstellung, die du vom Highway 1 hast, kann der Realität in keiner Weise das Wasser reichen. Du hast sicher schon unzählige Bilder davon gesehen, aber dieses Gefühl, wenn du am Straßenrand stehst, auf die steilen Felsküsten schaust und dir der Wind des Pazifik durch die Haare peitscht – verdammt, du bist in Kalifornien! Überleg mal – hättest du vor ein paar Jahren gedacht, dass du wirklich mal hier stehen und all das sehen wirst?

Einmal im Leben den Highway 1 entlangzufahren ist nicht ohne Grund der Traum vieler Menschen.


Wieviel Zeit sollte man einplanen?

Die Zeitplanung hatte ich ja oben schon angeschnitten: Das ist sehr individuell und kommt darauf an, wieviel Zeit du hast und welchen Teilabschnitt du fahren möchtest.

 

Wenn du dir die Strecke von San Francisco nach Los Angeles (oder umgekehrt) vornimmst, solltest du auf jeden Fall mindestens eine Übernachtung einplanen. Google Maps sagt dir zwar, dass du die Strecke an einem Tag schaffen kannst, aber das stimmt nicht. Gerade der Abschnitt im Bereich des Big Sur State Park ist sehr kurvig und schlängelt sich durch die Berge entlang der Küste, du kannst hier nicht besonders schnell fahren. Davon abgesehen wirst du das auch gar nicht wollen, denn sonst verpasst du den besten Part: Unterwegs gibt es unzählige Fotostops entlang des Highway 1, mit denen man sich stundenlang beschäftigen kann.

 

Um kurz die schönsten aufzuzählen:

  • Das Städtchen Carmel-by-the-Sea
  • Der 17-Mile-Drive
  • Die Bixby Bridge
  • Der Pfeiffer Beach
  • Der Julia Pfeiffer Burns State Park (hier kannst du das berühmte Foto schießen von dem Wasserfall, der auf einen Strand stürzt)
  • Der Elephant Seal Vista Point
  • Santa Barbara und Malibu Beach

Eine Übersicht über alle Highlights entlang des Highway 1 und wichtige Infos für die Planung findest du übrigens auch in unseren ausführlichen Reisetipps zum Highway 1.

 

Gute und nicht zu teure Übernachtungsmöglichkeiten gibt es in Monterey, San Simeon, Morro Bay oder Pismo Beach, also entweder vor oder nach dem Big Sur State Park.

 

Überleg dir vorab, ob du den schönsten Abschnitt komplett an Tag 1 machen und dann an Tag 2 nur noch bis nach L.A. fahren willst oder ob du mehr Zeit einplanen möchtest. Gerade im Big Sur State Park kann man prima wandern gehen.


Bei uns wüteten allerdings gerade die kalifornischen Waldbrände, so dass die ganzen Nationalparks entlang des Highway 1 lichterloh brannten und gesperrt waren.

 

Anmerkung:

Derzeit sind einige Teile des Highway 1 nicht befahrbar. Aktuelles zu den Straßenzuständen findest du hier.

Stand 03-2017


Würdet ihr nochmal wiederkommen?

Ja, ja und ja! Und dieses Mal würden wir uns mindestens eine Nacht mehr Zeit lassen und zu einer Zeit reisen, in der Kalifornien nicht brennt, denn dann kann man auch wunderbar an 1-2 Tagen durch die State Parks wandern.


Leider hat Kalifornien tatsächlich fast jedes Jahr im Sommer mit immensen Bränden zu kämpfen und es brennen regelmäßig ganze Landstriche nieder. Wir waren im September in Kalifornien und die Feuer wüteten von Höhe San Francisco bis hinunter nach Südkalifornien. Auf dem Highway 1 selbst bekommt man davon übrigens fast nichts mit, da es hinter den Hügeln im kalifornischen Hinterland brennt. Man sieht lediglich die Hubschrauber aus dem Pazifik Wasser holen, die dichten Rauchwolken ziehen meist Richtung Landesinneres und hängen dann dort in den Gebirgen fest.


Was sollte man bei dem Erstbesuch unbedingt machen / sehen / essen / probieren?

Was du unbedingt machen solltest: Lass dir Zeit!

 

Der Weg ist Ziel, das gilt wohl nirgendwo so sehr wie auf dem Highway 1. Falls es möglich ist, geh in einem der State Parks wandern. Unterwegs gibt es übrigens in Big Sur ein ganz tolles Restaurant, das Restaurant Nepenthe. Die Preise sind nicht günstig, aber das Essen ist lecker und die Aussicht fantastisch.


Was hättest du dir sparen können?

Ganz ehrlich? Das Tanken mitten in Big Sur an irgendeiner gottverlassenen Tankstelle mit drei von vier kaputten Zapfsäulen zu dreimal so hohen Preisen wie üblich.


Das ärgert mich immer noch, weil es so doof und unnötig war. Wir hatten zuvor bei Google Maps gesehen, dass es immer mal wieder kleine Orte entlang des Highway 1 gibt und sind davon ausgegangen, dass dort schon irgendwas sein wird, zumindest eine Tankstelle. Man kennt das ja so aus den USA: Hat ein Ort 200 Einwohner, gibt es dort sofort gefühlt mindestens eine Tankstelle, einen General Store und ein Fast Food Restaurant. Dass das am Highway 1 anders sein würde, damit haben wir nicht gerechnet. Also: lerne aus unseren Fehlern und mach deinen Tank dort voll, wo Zivilisation ist, sonst wird es teuer.


Habt ihr bei eurem 1. Mal dort etwas Besonders / Lustiges / Abenteuerliches / Unvergessliches erlebt?

Besonders lustig fanden wir, dass der Highway 1 tatsächlich so ein deutsches Ding zu sein scheint. Überall sind die Deutschen! Fast an jedem Haltepunkt, den wir angesteuert haben, waren sie: die Deutschen in ihren Ford Mustangs und Jucy Campervans. Wir haben tatsächlich nur vereinzelt nicht-deutsche Touristen dort getroffen, das war schon schräg.

 

Und wusstest du, dass See-Elefanten wirklich ganz erbärmlich riechen?

 

 



Das müssen wir dazu noch loswerden…

Wir hoffen, dass wir dir ein wenig Lust auf einen Roadtrip über den Highway 1 machen konnten. Gerne kannst du noch bei uns auf dem Blog ein wenig stöbern, dort gibt es viele Berichte und Tipps zum Südwesten der USA.

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Und dein 1. Mal?

Wir möchten die Beitragsreihe laufend erweitern und suchen daher Erfahrungsberichte von Erstbesuchen  aus ganz Amerika. Möchtest du auch von deinem "1. Mal in ..." berichten?

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