Das 1. Mal ... in Los Angeles

 

Manchmal stellt man sich etwas vor, man freut sich drauf und dann ist es am Ende doch ganz anders als erwartet. So ist es Unterwegs in der Welt bei ihrem 1. Mal in Los Angeles ergangen.

 

Zwischen Santa Monica wurde ihr neben Limonade auch ganz schön viel Marihuana angeboten. Ob es sich lohnt nochmal wiederzukommen?

Lies selbst!



Stellt dich bitte kurz vor. Worüber schreibst du?

Wo kann man von dir lesen?

 

Ich bin Daniela, 28 Jahre alt und auf meinem Blog Unterwegs in der Welt nehme ich dich mit auf meine Abenteurer. Mit Erfahrungsberichten und Tipps in Sachen Flug- und Unterkunftssuche, Restaurants oder allem, was es sonst noch so zu erleben gibt, versuche ich dich so gut wie möglich auf Deine nächste Reise vorzubereiten.

Welches 1. Mal … stellst du uns vor?

Heute nehme ich Dich zu meinem 1. Mal in Los Angeles mit.


Bei der Stadt handelt es sich um die größte im Bundesstaat Kalifornien und sie ist, mit rund 18 Millionen Einwohnern, sogar die drittgrößte der USA. Zum Vergleich: Berlin hat rund 3,5 Millionen Einwohner.

 



Hast du dich darauf vorbereitet?

Man könnte sagen, dass mein erster Besuch, den ich Los Angeles abgestattet habe, relativ spontan war. Bei meinem Rückflug von Hawaii, November letzten Jahres, gab es einen 12 Stunden Layover, den weder ich noch meine beste Freundin, mit der ich zusammen unterwegs war, am Flughafen absitzen wollte. So ging es nach der frühmorgendlichen Landung in den Bus erst mal zum Santa Monica Pier, nachdem ich gelesen hatte, dass dies nur eine halbe Stunde dauern würde. Also genügend Zeit, um nach einem Frühstück am Strand, noch am Walk of Fame vorbeizuschauen.



Du bist vor Ort: wie ist es wirklich – Vorstellung vs. Realität?

Die Erwartungen, die ich an das coole, lebhafte und doch lässige Los Angeles hatte, fingen leider schon im Bus, auf der Fahrt zum Strand, an zu bröckeln. Zwar strahlte die Sonne vom knallblauen Himmel, aber es war ziemlich frostig. Die Hoffnung bestand aber, dass die Temperaturen noch hochgehen würden - was sie im übrigen dann auch taten. Der Bus war dann leider auch nicht nur eine halbe Stunde unterwegs, sondern brauchte eine Stunde, bis wir endlich in Santa Monica ankamen. Außerdem waren einige sehr komische Menschen an Board, die entweder betrunken waren, oder offensichtlich ein paar andere Mittelchen im Blut hatten. Aber da wir beide in Berlin leben, hatten wir uns hierbei noch nicht allzu viel gedacht. Noch überwog die Freude, in der Stadt der Engel zu sein.

 

Als wir dann jedoch angekommen waren, bestätigte sich mein langsam mulmiges Gefühl. Als erstes ging es auf die Third Street Promenade, eine ziemlich bekannte Einkaufsmeile im Zentrum von Santa Monica, um dort bei Starbucks das kostenlose WLAN zu nutzen und zu frühstücken. Es herrschte bereits reges Treiben, da die Einheimischen auf dem Weg zur Arbeit waren und sich noch schnell davor einen Kaffee holten, weswegen ich auch absolut überrascht davon war, dass direkt vor Starbucks drei oder vier Obdachlose lauthals herumbrüllten.

Ich bin nicht zimperlich, was das betrifft und bin einiges aus Berlin und London gewohnt, aber im Laufe des Tages, hatte sich mein Eindruck nicht verbessert. Bei jedem Dritten, den wir an diesem Tag über den Weg liefen, handelte es sich ungelogen um einen Obdachlosen. Mitten im Park schliefen sie, direkt am Pier oder auf dem Strand.

Vor Venice Beach reihte sich eine ganze Wohnstätte auf, in der kampiert wurde. Ziemlich schnell wurde dann auch klar, dass der entspannte und hippe Surfer-Lifestyle, der hier in Santa Monica und Venice Beach allgegenwärtig war, eben nicht mehr als nur eine Fassade für die Touristen war.


Wieviel Zeit sollte man einplanen?

Wenn Du mit dem Bus durch L.A. kommen möchtest, solltest du definitiv zwei oder drei Stunden mehr einplanen, aufgrund des wahnsinnigen Verkehrs. Unseren Trip zum Walk of Fame hatten wir letztendlich abgeblasen und uns dazu entschieden, zu Fuß vom Santa Monica Pier zum berühmten Venice Bach zu laufen.


Würdest du nochmal wiederkommen?

Gesehen habe ich auf keine Fall alles. Wiederkommen würde ich vermutlich schon, wenn ich auf einem Roadtrip durch die USA wäre und L.A. auf meinem Weg liegen würde. Einfach, weil ich den Hollywood Hills und eben dem Walk of Fame noch einen Besuch abstatten möchte. Aber rein für einen Urlaub nur in Los Angeles, würde ich definitiv nicht wiederkommen.



Was sollte man bei dem Erstbesuch unbedingt machen / sehen / essen / probieren?

Für einen längeren Zwischenaufenthalt am Flughafen ist der Bus absolut das günstigste Mittel, um durch die Stadt zu kommen. Du zahlst für eine einfache Fahrt nur $1.25.

Zum Busterminal kommst Du übrigens mit dem kostenlosen LAX-Shuttle-Linie C, der sogenannte Big Blue Bus fährt Venice und Santa Monica an.

 

 

 

 

 

Die Tour vom Santa Monica Pier zum Venice Beach ist zwar ein Stück zu laufen, aber so bekommst Du einen Teil DER Sehenswürdigkeiten in L.A. schlechthin zu sehen. Wenn Du noch ein Stückchen weiter läufst, am Muscle Beach vorbei, dann kommst Du zum Venice Whaler. Eine Bar und Grillrestaurant inklusive Dachterrasse mit tollem Blick auf den Strand. Die hausgemachte Blueberry-Lemonade ist erfrischend und schmeckt wirklich lecker, ebenso wie die Strawberry-Lemonade.



Was hättest du dir sparen können?

Die 3rd Street Promenade. Zwar gibt es dort jede Menge Surfer-Klamotten wie Rip Curl und Volcom, aber es ist auch ziemlich überteuert.



Was würdest du bei einem zweiten Besuch

anders machen?

Ich würde mein Zeitmanagement anders gestalten, aufgrund des hohen Verkehrsaufkommen in der Stadt.



Hast du bei deinem 1. Mal dort etwas Besonders / Lustiges / Abenteuerliches / Unvergessliches erlebt?

Am unterhaltsamsten waren die Green Doctors am Venice Beach. Männer in knallgrüner „Arztbekleidung“ bieten Dir alles an, was man so mit Marihuana anstellen kann, und wollen Dich somit „heilen“. Lustig anzusehen, allerdings waren wir nicht im Laden selbst.

 

 

Unvergesslich waren tatsächlich die Sonnenuntergänge und -aufgänge, die wir während unserer Landeanflügen erleben durften. Der Himmel brannte, so etwas habe ich noch nie gesehen und ich habe schon so einige Sonnenuntergänge bewundern dürfen. Dazu die unglaublich riesige Stadt, im Hintergrund die Berge und mitten drinnen das Hollywood Sign auf den Hollywood Hills. Ein wahrhaft unvergesslicher Anblick.

 

 



Das muss ich dazu noch loswerden…

 

L.A. Ist nicht so golden, wie an sich das vorstellt.

 

Du wirst sehr schnell bemerken, dass all das Entertainment, der Hollywood-Flair und das zwanglose Strandleben ziemlich oberflächlich ist und meiner Meinung nach, Touristen sowie Einheimischen einfach den Blick davor verschleiern soll, dass in der Stadt ziemlich viel Armut vorherrscht.

Aber das alles soll Dich nicht zu sehr vor einem Besuch abschrecken, Du solltest dich eifach nur darauf einstellen und die typische California- Kulisse, mit Palmen, Oldtimer und Strand im Hintergrund, die gibt es auf jeden Fall trotzdem.

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Und dein 1. Mal?

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