Das 1. Mal ... in Washington, D.C.

Was tun, wenn du bei deinem Flug in den USA zwischendurch ein paar Stunden Aufenthalt hast? Genau - schau dir einfach die Stadt an, in der du bist.

 

Fernwesen haben sich in einem Städte-Quickie ein paar Stunden in Amerikas Hauptstadt Washington, D.C. aufgehalten. Eine kurze Busfahrt von New York und schon radelten sie die City und waren sie schon mitten im Geschehen. Nach einem Telefonat mit Angela Merkel, lief ihnen Barack Obama über den Weg. Ganz schön viel erlebt in so kurzer Zeit. Neugierig?

 



Stellt euch bitte kurz vor. Worüber schreibt ihr?

Wo kann man von euch lesen?

Wir sind Julia und Marcel, die FERNWESEN. Neben unseren Vollzeitjobs versuchen wir all unsere freie Zeit mit Reisen zu verbringen. Unsere Ziele sind jedes Mal die Gleichen: Unsere Welt und ihre Kulturen ein bisschen besser kennen lernen und unser Fernweh stillen!

 

Auf unserem (noch jungen) Reiseblog schreiben wir über diese Eindrücke, Erfahrungen und Geschichten aus aller Welt. Ihr findet bei uns Berichte und Tipps zu Individualreisen, Rundreisen mit dem Mietwagen oder dem Flugzeug, Städtereisen, Kurztrips und Ausflügen rund um den Globus. Alles garniert mit garantiert Fernweh bringenden Bildern.


Welches 1. Mal … stellt ihr uns vor?

Wir stellen euch unser 1. Mal in Washington, D.C. vor. Während unserer Reise nach New York machten wir einen Abstecher in die Hauptstadt Amerikas. Julias Traum war es einmal vor dem Weißen Haus zu stehen. Um ihren Wunsch zu erfüllen, starteten wir einen fünf Stunden Städte-Quickie in Amerikas Zentrum der (politischen) Macht.

 

Washington ist Regierungssitz und Hauptstadt der USA. Derzeit leben in der Stadt fast 700.000 Menschen.



Habt ihr euch darauf vorbereitet?

Aufgrund des sehr kurzen Aufenthaltes in Washington, D.C. haben wir uns ziemlich genau überlegt, wie wir ans Ziel kommen, was wir dort machen wollen und wie unsere Route durch die Stadt aussehen könnte - die Betonung liegt hier auf „könnte“.


Das Reisemittel war für uns ziemlich schnell klar: Da wir nur einen Tag Zeit hatten und fliegen total unverhältnismäßig gewesen wäre, entschieden wir uns für eine Fahrt mit Amerikas berühmten Überlandbus - dem Greyhound! Wir stiegen um 07:00 Uhr morgens in den Bus und kamen gegen 12:00 Uhr entspannt in Washington an. Zurück nach New York ging es um 17:00 Uhr.

 

Unsere Route durch die Stadt planten wir entsprechend der kurzen Zeit: Union Station - Kapitol - Washington Monument - Weißes Haus - Lincoln Monument. Unser Hauptaugenmerk lag also auf National Mall. Für eventuell übrig bleibende Zeit, planten wir einen Besuch im International Spy Museum ein.


Du bist vor Ort: wie ist es wirklich – Vorstellung vs. Realität?

Eigentlich kannten wir Washington nur aus Hollywood. In vielen Filmen und Serien haben wir Bruchstücke der Stadt aufgenommen. Und so stellten wir uns Washington dann auch vor: Eine, für amerikanische Verhältnisse, eher kleine Stadt, ohne Hochhäuser und dieser enormen Hektik der Metropolen. Dafür sehr viele Politiker und Geschäftsleute und überall die bulligen SUV´S des FBI und Secret Service.

 

Und tatsächlich haben wir Washington sehr ähnlich erlebt. Als wir die Union Station verließen fielen uns gleich zwei SUV´s auf. Bei näherem hinsehen, konnten wir die Handschellen und zusätzlichen, schwenkbaren Außenspiegel erkennen - FBI oder Secret Service, ganz klar. Auf der National Mall, gerade in der Nähe des Weißen Hauses und des Kapitols, wurde auch unsere Vorstellung der vielen Anzugträger bestätigt. Daneben aber immer auch Jogger und Touristen, sodass alle zusammen ein bunt gemischtes Bild ergaben.

Ein wenig anders vorgestellt haben wir uns das Weiße Haus. Der Garten der Anlage ist riesig und dementsprechend weit entfernt steht man beim Bestaunen des Amts- und Wohnsitzes des US-Präsidenten. Dadurch wird einem die tatsächliche Größe dieses Gebäudekomplexes auf den ersten Blick nicht bewusst.Trotzdem zog es uns in seinen Bann. Die Atmosphäre dort war wirklich besonders - ehrfurchtsvoll!


Wieviel Zeit sollte man einplanen?

Um Washington komplett zu erleben, solltet ihr schon zwei bis drei Tage einplanen, schätzen wir. Allein die National Mall kann euch mit ihren ganzen Sehenswürdigkeiten und Monumenten einen Tag beschäftigen. Wenn ihr dann noch in das ein oder andere der 14 Smitshonian Museen gehen möchtet, seid ihr ein paar weitere Stunden beschäftigt. Und zu guter Letzt habt ihr dann genug Zeit, um z.B. Georgetown noch ein wenig zu erkunden.


Würdet ihr nochmal wiederkommen?

Ja, wir würden auf jeden Fall noch einmal wieder kommen. Vor allem, weil wir „vergessen“ haben das Lincoln Memorial zu besuchen - trotz Planung. Nachdem wir vor dem Weißen Haus standen, waren wir scheinbar so fasziniert, dass wir direkt die National Mall verlassen haben und Richtung Spy Museum gelaufen sind.


Doch das ist nicht alles. Wir würden auch gerne den National Zoological Park und das National Air and Space Museum besuchen. Liebend gerne würde wir danach noch ein wenig tiefer in diese Stadt eintauchen. Wir haben auf unserem Rückweg ein paar einladende Bars und Restaurant gesehen, die wir zu gern getestet hätten.


Was sollte man bei dem Erstbesuch unbedingt machen / sehen / essen / probieren?

Die National Mall ist auf jeden Fall ein Must-see in Washington. Ohne Frage. Ihr könnt sie sehr gut mit dem Fahrrad erkunden. An der National Mall und in der Stadt verteilt, stehen einige Mietstationen von Capital Bike Share an denen ihr euch einfach ein robustes Fahrrad ausleihen könnt.


Zudem waren wir noch im International Spy Museum und fanden es sehr, sehr cool und empfehlenswert. Man kann sich selbst ein wenig als Agent ausprobieren. Nicht nur für die Jüngeren unter uns ist es ein großer Spaß, möglichst leise durch einen Lüftungsschacht zu kriechen. Besonders, wenn man bedenkt, dass Washington D.C. eine der Hauptstädte der Spione ist. Die Stadt bietet somit einen super Hintergrund für dieses Museums-Erlebnis. Nach dem Besuch geht das Erlebnis wahrscheinlich auch für euch weiter. Wir musterten jeden Passanten und checkten, ob er nicht vielleicht ein Spion ist.


Was hättest du dir sparen können?

In unserer kurzen Zeit? Nichts.



Was würdest du bei einem zweiten Besuch

anders machen?

Wir würden definitiv länger bleiben. Um die Stadt intensiver zu erleben und die von uns vergessenen Orte zu besuchen.



Hast du bei deinem 1. Mal dort etwas Besonders / Lustiges / Abenteuerliches / Unvergessliches erlebt?

Besonders war eine Situation als wir am Kapitol vorbei in Richtung National Mall gingen: Plötzlich hörten wir einige Sirenen näher kommen und schauten uns mehrmals um. In einiger Entfernung entdeckten wir einen ziemlich langen Autokorso. Die Fahrzeuge wurden angeführt von Polizeiautos und -motorrädern sowie zahlreichen schwarzen SUV´s. Wir konnten zwar das Beast nicht entdecken, dennoch sind wir uns ziemlich sicher, dass wir in dem Moment Barack Obama auf dem Weg ins Weiße Haus gesehen haben.

 

Julia wäre am liebsten hinterher gerannt, aber nicht nur weil wir zu langsam gewesen wären, nein, auch weil wir durchaus negativ aufgefallen wären, hätten wir den Präsidentenkorso rennend verfolgt, entschieden wir uns sehr schnell dagegen.

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Und dein 1. Mal?

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